Die Firma RS-Kanal aus Bisingen hatte den Kurpark-Teich in Bad Imnau abgesaugt, damit die dicke Schlammschicht entfernt werden konnte. Auch kleinere Reparaturen wurden erledigt.
Nachdem der Gemeinderat grünes Licht für die dringende Kurparksee-Entschlammung gegeben hatte, hat die Firma RS-Kanal aus Bisingen Ende April an zwei Tagen das Wasser mit einem langen Schlauch des Saugwagens abgesaugt.
Landwirt Martin Haid verteilte das Teichwasser mit seinem Fasswagen anschließend auf die Felder. Der dicke Schlamm auf dem betonierten Teichgrund wurde mit einem Bagger vom Bauhof Haigerloch und teils händisch mittels Rechen von Helfern mühsam entfernt.
Auch beim Überlaufschacht waren kleine Reparaturen nötig
Dabei wurden zwei Goldfische und Frösche im Teich gefunden – sie wurden vom Fischereiverein in den Fischteich beim Springbrunnen respektive in die Eyach versetzt. Bis zu sechs Quadratmeter der Teichfolie waren beim Überlaufschacht beschädigt, welche aber dann von einer Fachfirma ersetzt und verschweißt werden konnte, so dass die schwarze Folie auf der Betonwanne wieder durchgehend dicht ist.
Ebenfalls mussten kleinere Reparaturen beim Überlaufschacht mit der Wasserregulierung durchgeführt werden. Seit einigen Tagen ist der Kurpark-Teich wieder mit Wasser gefüllt und die ersten Frösche quaken schon wieder.
Teich war zu zwei Dritteln voll mit Schlamm
Das Absaugen des Schlamms wurde als einziges probates Mittel gesehen, um den Teich nachhaltig in einen guten Zustand zu versetzen. Dieser war laut Imnauer Ortsvorsteher Robert Wenz mittlerweile bereits mit zwei Dritteln mit Schlamm vom Laub der umliegenden Bäume und Büschen gefüllt.
Und das begünstigt eine übermäßige Bildung von Wasserlinsen – auch als „grüne Entengrütze“ bekannt. Die Linsen blockierten zudem das Sonnenlicht und entzogen dem Wasser Sauerstoff.
Der Schlamm wiederum verstopft immer wieder den Skimmer, ein Gerät zum Entfernen von Verunreinigungen im Wasser. Im Frühjahr wurden bereits die Bäume rund um den See gefällt und das Ufer vom Bauhof gesäubert.
Mobiler Sauger soll neue Verschlammung verhindern
Eine komplette Schlammentnahme aus dem Kurparksee hatte übrigens zum letzten Mal im Jahr 2002 stattgefunden. Damit man in kürzester Zeit nicht wieder vor demselben Problem steht, soll künftig eine jährliche Schlammentnahme mit Hilfe eines mobilen Saugers erfolgen.
Für den Erwerb eines leistungsfähigen Saugers liegt der Stadt ein Angebot in Höhe von 3500 Euro vor. Das Geld soll im Haushalt 2026 eingeplant werden. Die Maschine könnte man auch für andere Aufgaben nutzen. Außerdem könnte durch ehrenamtlichen Einsatz der Personalaufwand des städtischen Bauhofes und damit Kosten reduziert werden.