Es ist nur eines von wenigen Problemen am Schwenninger Marktplatz: Die Steine des Mittelstreifens der Fahrbahn brechen regelmäßig aus. Foto: Pohl

Der Schwenninger Marktplatz war nicht lange fertiggestellt, da wurden die ersten Schäden schon sichtbar. Nun liegen Gutachten vor, die belegen, dass es sich um Planungsfehler handelt.

VS-Schwenningen - Es war zu befürchten, dass die Schäden rings um den Schwenninger Marktplatz die Stadt Villingen-Schwenningen noch länger beschäftigen werden. Das bestätigte nun Bürgermeister Detlev Bührer am Dienstagabend in der Sitzung des Technischen Ausschusses.

Rechtsanwälte sind eingeschaltet

Er berichtete, dass nun die Gutachten über "die Schäden am Marktplatz" vorliegen. Und damit meine er nicht nur den Platz selbst, sondern auch die Problemzonen ringsum – vor dem Rathaus, an der Fahrspur und im Kreisverkehr an der Spittelstraße. "Die Gutachten belegen, dass es sich dabei um Planungsfehler der beauftragten Firma Mann Landschaftsarchitektur handelt", erklärte Bührer. Derzeit würden Gespräche zwischen einem Rechtsanwalt der Stadtverwaltung und einem durch die Haftpflichtversicherung der Firma Mann beauftragten Rechtsanwalt laufen, berichtete der Bürgermeister. Dabei gehe es natürlich darum, wer für die Schäden aufkommen wird und wie diese behoben werden. "Das kann natürlich dauern", prognostiziert Bührer.

Bis dato hätten zwar noch finanzielle Forderungen vom Planungsbüro Mann ausgestanden, welche die Stadt nach Angaben von Bührer gar nicht mehr bezahlt habe. "Allerdings liegt zwischen den ausstehenden Kosten und einer ersten Kostenschätzung zur Reparatur der Schäden ein deutliches Delta", betont der Bürgermeister.

Nur Ausbesserung durch TDVS

Auch klärte er auf, dass die Ausbesserungen in diesem Bereich, die die Technischen Dienste Villingen-Schwenningen (TDVS) regelmäßig vornehmen, keine Reparaturen seien, sondern lediglich der Gewährleistung der Verkehrssicherheit dienen. "Wir brauchen für eine Sanierung eine Übereinkunft mit dem Planungsbüro, die im äußersten Fall gerichtlich erzielt werden muss", machte Bührer nochmals deutlich, dass sich die Angelegenheit möglicherweise in die Länge ziehen könnte.