Mit einer mitreißenden närrischen Programmfolge feierten die Schabenhausener Schlierbachnarren als Höhepunkt ihrer närrischen Tage ihren Wasserträgerball.
Zunftmeister Willi Veelker, der zusammen mit Simone Storz mit viel hintergründigem Witz und Humor durch das närrische Programm führte, nahm es mit dem Hochleistungssport dann aber doch nicht allzu ernst, ganz nach dem Motto „Trinken ist auch Sport“ und dabei Winston Churchill zitierte. Der habe auf die Frage, wie er mit Whisky, Champagner und Zigarren so alt geworden sei, (er wurde 91) geantwortet haben soll: „No Sports“.
Der Zunftmeister erinnerte Bürgermeister Martin Ragg gleich an sein aus dem Vorjahr nicht eingehaltenes Versprechen, in Schabenhausen eine U-Bahn vom Haus der Vereine zur Schlierbachhalle bauen zu wollen.
Deshalb seine dringende Aufforderung an den Schultes, bis zur Fasnet im kommenden Jahr die finanziellen Mittel für eine neue Schlierbachhalle für mindestens 400 Besucher einschließlich Tiefgarage und Pool im Haushalt einzustellen.
Genehmigung bis zur Wahl
Und bis zum 7. März, dem Vortag der Bürgermeisterwahl, müsse die Baugenehmigung vorliegen. „Wenn Sie Schabenhausen wirklich liebhaben, dann sollten Sie, schon in Anbetracht des beträchtlichen Wählerpotenzials in Schabenhausen, die Sache schnellstmöglich in Angriff nehmen“, forderte der wortgewandte Zunftmeister.
Der Physikprofessor
Eröffnet wurde der Ball mit dem Einmarsch und einer flotten Darbietung der Tanz-Teenies. Dann zeigte Willi Veelker, dass er nicht nur als Zunftmeister, sondern auch als Physikprofessor eine hervorragende Nummer abgegeben hätte. Wie es sich verhält, wenn sich gegensätzliche magnetische Pole anziehen und gleichartige dagegen abstoßen, dafür mussten zwei Wasserträger aus seiner Zunft herhalten. Sie überstanden die Prozedur ohne größere Blessuren.
Den Brunnen bewachen
Mit viel Rauch, Nebel und furchterregendem Gerätsche ihrer Braken und dem Geschell der Rollengürtel zeigten in ihrem Brauchtumstanz die Brunnenschrecks, wie sie den Brunnen in Schabenhausenhausen bewachen und vor Wasserdieben beschützen, gefolgt vom fetzigen Tanz der Mädchen des Schabenhausener Jugendclubs, bei dem die weißen Röckchen nur so flogen.
Schon eine Tradition beim Wasserträgerball ist der Auftritt von Nadine und Martin Heitz in ihrer Rolle als „Rotkäppchen und der versoffene Wolf“, diesmal Meister Isegrim als Verkörperung einer modernen „KI“, die nach jeder abgefragten Auskunft, anstatt viel Wasser und noch mehr Strom zu verbrauchen, ein Bier in einem Zug leerte.
Die beiden spannten den Bogen vom Dorfgeschehen aus dem kleinen Schabenhausen und berichteten über so manche Anekdote aus dem Ort bis zur großen Weltpolitik, in der vor allem der große Friedensapostel Donald Trump, der in seiner bisherigen Regierungszeit bereits acht Kriege beendet haben will, sein Fett wegbekam.
Nach dem Gardetanz der großen Garde und dem Box-Tanz der Tanz-Teenies und dem Gesangsauftritt der Schlierbachfrösche zeigten die Bier(Bauch)-Ballerinas eine fetzige Bauch-Beine-Po-Akrobatik, gefolgt vom Männerballett der Schlierbach-Jungs mit gänzlich neuen Disziplinen in ihrer Nummer „Olympia auf Abwegen“, bevor nach dem großen Finale aller Beteiligten auf der Bühne dann die Fischbacher Ohrwürmer die Halle zu Beben brachten.