Wenn der SC Lahr (hier Konstantin Fries am Ball) am Samstag gegen Teningen (hier ein Bild aus dem Hinspiel) gewinnt, rücken sie auf den Relegationsplatz in der Verbandsliga vor. Auch der direkte Aufstieg ist allerdings noch möglich. Foto: Künstle

Nach dem letzten Spieltag ist noch lange nicht Schluss. In einigen Ligen kämpfen die Teams der Region in der Relegation noch um ein Ticket in die höhere Spielklasse. Auch der SC Lahr kann dieses Jahr dabei sein. Unsere Redaktion gibt einen Überblick.

Wenn der SC Lahr am kommenden Samstag beim FC Teningen antritt, können die Lahrer mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz in der Verbandsliga erobern. Dieser berechtigt nach der Saison zur Relegation zum Aufstieg in die Oberliga. Doch wer könnte der oder die Gegner sein? Und wie sieht es in den anderen Ligen aus? Unsere Redaktion hat sich den Modus für Verbands-, Landes- und Bezirksliga angesehen. Einige Relegationsteilnehmer stehen auch kurz vor Saisonende noch nicht fest.

Verbandsliga: Der zweite Platz in der Verbandsliga ist der Relegationsplatz. Dort steht aktuell der FC Teningen, den die Lahrer am kommenden Samstag verdrängen wollen. Sollten die Lahrer auch nach dem letzten Spieltag Platz zwei innehaben, steht die Aufstiegsrunde an. Im Hin- und Rückspiel wäre dann zunächst der Zweite aus der Verbandsliga Baden der Gegner. Das wäre momentan der 1. FC Mühlhausen. Aber auch der SV Spielberg, nur einen Punkt dahinter platziert, kann am letzten Spieltag noch vorbeiziehen.

Klar ist bereits, welcher Gegner anschließend im Hin- und Rückspiel wartet: Der Vertreter aus der Verbandsliga Württemberg. Dort hat der 1. FC Normannia Gmünd den Relegationsplatz sicher. Der Aufstieg ist für den Vertreter aus Württemberg also leichter zu realisieren. Im Gegensatz zu den Vertretern aus Baden und Südbaden muss nur ein Finale in Hin- und Rückspiel gewonnen werden. Lahr müsste zunächst auch das Halbfinale überstehen. Wenn der SCL noch vier Punkte auf Primus Denzlingen aufholt, ist das Ticket für die Oberliga sowieso sicher.

Landesliga: Die Zweitplatzierten aus den drei Landesliga-Staffeln belegen den Relegationsplatz. Die drei Meister steigen direkt auf und das letzte verbleibende Ticket für die Verbandsliga Südbaden wird in den Aufstiegsspielen vergeben. Die drei Vizemeister spielen in einer einfachen Dreierrunde um dieses Ticket in die Verbandsliga. Jeder Teilnehmer der Aufstiegsrunde hat ein Heim- und ein Auswärtsspiel, der Gruppenerste steigt dann in die Verbandsliga auf.

In der Landesliga 1 haben der SV Rust, der SV Niederschopfheim, der FV Langenwinkel sowie der FSV Seelbach dieses Jahr nichts mit der Relegation zu tun. Im Abstiegskampf plagen die Teams ganz andere Sorgen. Rust ist mit sieben Zählern Rückstand schon weit abgeschlagen, Niederschopfheim, Langenwinkel und Seelbach halten sich noch über dem Strich.

Die Relegation könnte allerdings für den FV Herbolzheim in der Landesliga 2 noch ein Thema werden. Aktuell sind die Breisgauer auf Platz zwei und haben in den verbleibenden drei Spielen sogar noch die Möglichkeit, den Primus VfR Hausen zu verdrängen und direkt aufzusteigen. Hinter Herbolzheim macht der FC Wolfenweiler-Schallstadt mit einem Punkt Rückstand Druck und auch der SV Weil kann vier Zähler hinter Herbolzheim noch angreifen.

Gegner von Herbolzheim in einer Relegation wären aktuell der VfB Bühl (Landesliga 1) und der SC Konstanz-Wollmatingen (Landesliga 3). Bühl hat fünf Punkte Vorsprung auf den Dritten SV Oberwolfach und Konstanz-Wollmatingen vier Zähler Vorsprung auf den FC Radolfzell. Drei Spieltage vor Schluss ist hier allerdings noch keine Entscheidung gefallen.

Bezirksliga: In Südbaden gibt es sechs Bezirksligen. Die jeweiligen Meister gehen direkt in die Landesliga hoch. Die Vizemeister der sechs Bezirksligen ermitteln in den Aufstiegsspielen jeweils den dritten Aufsteiger in die zugehörige Landesliga. Im vergangenen Jahr schaffte so der SV Rust den Aufstieg. Die Park-Kicker spielten zu Hause gegen den FV Ötigheim nur 1:1, gewannen aber auswärts im Rückspiel mit 3:1. In der Bezirksliga Offenburg hat der FV Sulz am vergangenen Spieltag den Kontakt zum Relegationsplatz verloren.

Bei sieben Punkten Vorsprung drei Spieltage vor Schluss geht dieser Platz wohl an den VfR Elgersweier, der allerdings auch noch den FV Rammersweier vom Platz an der Sonne verdrängen kann. Dazu müssen noch drei Punkte aufgeholt werden. Gegner von Elgersweier oder Rammersweier wäre aktuell, wie schon für Rust im Vorjahr, der FV Ötigheim aus der Bezirksliga Baden-Baden. Ötigheim liefert sich drei Spieltage vor Saisonende allerdings noch ein enges Rennen mit dem FV Muggensturm (ein Punkt dahinter) und dem VfB Gaggenau (zwei Punkte Rückstand). Der Meister steht schon lange fest. Der FC Obertsrot hat 16 Punkte Vorsprung.