2023 fanden zahlreiche Zuschauer den Weg zu den Relegationsspielen an der Dammenmühle. Auch in dieser Saison kämpft der SC Lahr um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Oberliga. Foto: Künstle

Durch die Niederlage am Samstag sind die Chancen des SC Lahr auf den Titel weiter gesunken. Wir blicken auf das Restprogramm und Details der möglichen Relegation.

Es war ein Spieltag der verpassten Chance für den SC Lahr. Weil Tabellenführer FC Teningen gegen 1. FC Rielasingen-Arlen zu Hause nur 3:3 spielte, hätten die Ortenauer mit einem Heimsieg gegen Laufenburg den Druck auf die Tabellenspitze erhöhen können.

 

Doch daraus wurde bekanntlich nichts (Lahr verlor 1:3), stattdessen bauten die Teninger ihren Vorsprung sogar noch um einen Punkt aus. Die Meisterschaft in der Verbandsliga ist damit nach dem Osterwochenende in weite Ferne gerückt, sieben Punkte trennen die Lahrer schon von der Tabellenspitze.

Das Restprogramm: Für Glückwünsche in Richtung Breisgau dürfte es zwar noch etwas zu früh sein. Allerdings: Wollen die Lahrer tatsächlich noch mal in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen, dürfen sie sich in den verbleibenden acht Spielen eigentlich keine Schwäche mehr erlauben. Zudem ist das Programm des SCL im Frühling hammerhart.

Die Elf von Trainer Sascha Schröder spielt in den kommenden Wochen noch gegen alle anderen Top-Fünf-Teams und muss dabei auch schauen, Platz zwei nicht an den FC Auggen zu verlieren. Nur noch zwei Punkte trennen die beiden Kontrahenten, am 18. April – und damit drei Tage nach dem Halbfinal-Kracher gegen Bahlingen – kommt es zum direkten Duell um den Relegationsplatz.

Der Modus der Relegation: Bereits 2023 schaffte der SC Lahr als Tabellenzweiter den Sprung in die Relegation um den Oberliga-Aufstieg. Der Modus hat sich seitdem nicht verändert. Zunächst treffen die beiden Verbandsliga-Vize aus Süd- und Nordbaden im Hin- und Rückspiel aufeinander. Der Sieger trifft dann auf den Vertreter der Verbandsliga Württemberg, die traditionell als die stärkste der drei Ligen gilt. Vor drei Jahren setzten sich die Lahrer in der ersten Runde der Relegation durch, scheiterten dann aber relativ klar am 1. FC Normannia Gmünd.

Blick in die anderen Verbandsligen: Auf wen würde der südbadische Relegationsteilnehmer treffen? Diese Frage lässt sich speziell in Nordbaden nicht seriös beantworten. Nur drei Punkte trennen den Tabellenzweiten Heddesheim vom Tabellenvierten. Und auch Spitzenreiter 1. FC Mühlhausen – 2023 übrigens Relegationsgegner des SC Lahr – hat nur vier Punkte Vorsprung auf Platz zwei.

Klarer ist das Bild in der Verbandsliga Württemberg. Hier spricht vieles dafür, dass der FC Holzhausen auch in diesem Jahr wieder Relegationsteilnehmer wird. Im Sommer 2025 scheiterte der Ex-Oberligist bitter gegen den Türkischen SV Singen – in diesem Jahr soll der Aufstieg nun klappen. Sieben Punkte Vorsprung auf Rang drei und ein Spiel in der Hinterhand hat der FCH als Zweiter bereits, allerdings auch neun Punkte Rückstand (bei einer Partie weniger) auf den Spitzenreiter Young Boys Reutlingen.

Die Relegationstermine: Viel Zeit zum Ausruhen bliebe dem SC Lahr im Falle einer Relegation nicht. Am 30. Mai steigt der letzte Spieltag der Verbandsliga, bereits am Donnerstag, 4. Juni (Fronleichnam), ist laut Rahmenterminkalender des Verbands das erste Relegationsspiel angesetzt. Der südbadische Vertreter hat zunächst Heimrecht und muss drei Tage später (7. Juni) nach Nordbaden reisen. Die beiden Duelle mit dem Württemberg-Vize sind dann für den 13. und 21. Juni geplant – auch in diesen Spielen muss der südbadische Vertreter im Rückspiel auswärts ran.

Bis sich der SC Lahr jedoch darüber Gedanken machen darf, ist noch ein weiter Weg. Am Wochenende geht es in der Liga beim ESV Südstern Singen weiter, nur vier Tage später (15. April) steigt an der Dammenmühle das nächste Highlight-Spiel. Gegen den Bahlinger SC geht’s um den Einzug ins Pokalfinale.