Freiburger TorjubelFoto: zVg/Keller Foto: Die Oberbadische

Frauenfußball 1. Bundesliga: SC Freiburg schlägt den SV Meppen 5:0 und beschließt Saison auf Platz sieben

Der SC Freiburg hat am finalen Bundesliga-Spieltag noch einmal richtig zugelangt und den SV Meppen im heimischen Möslestadion mit 5:0 bezwungen.

Freiburg (pd/nod). Für die Emsländerinnen ging es in dieser Schluss-Partie um nichts weniger als den Verbleib in der obersten Spielklasse des deutschen Frauenfußballs.

Die Ausgangslage für die Gäste war klar: Der SVM musste in Freiburg einen Punkt mehr als der SC Sand, der zeitgleich das Team von Bayer 04 Leverkusen zum Showdown um den Klassenerhalt geladen hatte, für sich verbuchen. Der Sport-Club hingegen wollte im letzten Spiel vor der Sommerpause auf die in Halbzeit zwei gezeigte Leistung gegen Hoffenheim aufbauen und zum Abschluss der Saison 2020/2021 den fünften Heimerfolg feiern.

Bereits nach 30 Sekunden setzte Ereleta Memeti das erste offensive Ausrufezeichen, als Meppens Torhüterin Kari Närdemann ein Rückpass über den Spann rutschte. Die Freiburger Stürmerin erlief sich diesen Querschläger, ihr Abspiel auf die mitgelaufene Sandra Starke konnte Meppens Defensive aber in letzter Sekunde noch blocken. Erfolgreicher war dann Janina Minge, als sie einen gefühlvoll in den Meppener Strafraum gechippten Ball aus kurzer Distanz per Kopf zur schnellen 1:0-Führung (10.) für den Sport-Club einnickte.

Die Emsländerinnen zeigten sich beeindruckt, standen fortan unter Dauerdruck. Rebecca Knaak ließ sich nach einer Traumflanke, die Sandra Starke von der linken Strafraumgrenze Richtung Elfmeterpunkt schlug, nicht zweimal bitten und wuchtete das Spielgerät ebenfalls per Kopf zum 2:0 (13.) für die Breisgauerinnen an der erneut chancenlosen Kardi Närdemann in die Maschen. Nach einem Pfostenknaller von Hasret Kayikci rutschte Kapitänin Sandra Starke in einen Ball und spitzelte diesen zum 3:0 (20.) für die Hausherrinnen über die Torlinie.

Nach 35 Minuten ist die Partie entschieden

Meppen hatte nach einer halben Stunde mit einem Lattenknaller Pech. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff war die Partie dann entschieden. Jana Vojteková setzte sich laufstark auf der linken Außenbahn durch, und ihre punktgenaue Flanke fand die im Strafraum völlig freistehende Marie Müller, die ohne Mühe auf 4:0 (35.) für den Sport-Club stellte.

Nach der Pause mühte sich Meppen nach Kräften. Doch der Sportclub hielt seinen Kasten sauber. Fünf Minuten vor dem Ende erhöhten die Gastgeberinnen durch einen sehenswerten Treffer von Marie Müller, die den Ball aus 20 Metern in den rechten Winkel schlenzte, auf 5:0.

Der SV Meppen hingegen muss nun den Gang in Liga zwei antreten.

Nach dem Schlusspfiff hieß es für fünf SC-Spielerinnen Abschied nehmen. Neben Sandra Starke verlassen auch Elvira Herzog, Naomi Mégroz und Luisa Plamen den Verein. Zudem wird Muriel Kroflin für die Dauer von einem Jahr auf Leihbasis die SC-Frauen verlassen. SC-Sportvorstand Jochen Saier und SC-Managerin Birgit Bauer bedankten sich aufs Herzlichste bei den genannten Spielerinnen für ihren Einsatz und übergaben zum Abschied Blumen, Bilder aus ihrer Freiburger Zeit und Weinpräsente.

Vorbereitung auf die neue Saison beginnt am 12. Juli

Die meisten Spielerinnen des Sport-Club begeben sich nun in die Sommerpause. Einige sind jedoch in den nächsten Tagen auf Länderspielreisen und bei Nationalmannschafts-Lehrgängen unterwegs.

Weiter geht es für das Bundesliga-Team mit dem Start in die Vorbereitung auf die Spielzeit 2021/2022. Das erste Mannschaftstraining ist für Montag, 12. Juli, anvisiert.

SC-Trainer Daniel Kraus sagte nach dem Spiel: „Ein sicherlich auch in der Höhe verdienter Heimerfolg, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Wir wollten den Weg, den wir seit der Winterpause gegangen sind, auch heute fortsetzen und die Saison mit einem Sieg und somit mit einem guten Gefühl beschließen. Das Team war von Beginn an sehr fokussiert, hat einfachen, aber sehr effizienten Fußball gespielt. Meppen hat in den ersten Minuten nach der Halbzeit versucht, noch einmal heranzukommen, was jedoch nicht gelang. Hut ab vor der Leistung, die unsere Mannschaft heute gezeigt hat.“

SC Freiburg: Herzog (80., Palmen) – Karl (75., Wensing), Wittje, Knaak, Minge, Kayikci, Starke (75. Kroflin), Memeti (67. Mégroz), Vojteková, Steuerwald (67. Stegemann), Müller.

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