Nach dem fünften Spiel ohne Niederlage hat der SC Freiburg das Achtelfinale in der Europa League weiter im Blick. Nun warten in Liga und Pokal richtungsweisende Duelle.
Die Tabellenführung in der Gruppenphase der Europa League hat der SC Freiburg durch das torlose Remis in Pilsen zwar verpasst, darüber ärgern wollte sich jedoch keiner der Beteiligten. Er sei „zufrieden mit dem Punkt“, sagte etwa SC-Trainer Julian Schuster auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Auch Kapitän Christian Günter sprach hinterher am RTL-Mikro von einem „gerechten Unentschieden“, in einem Spiel, in dem beide Teams ihre Offensivaktionen hatten. So richtig zwingend wurde es jedoch selten, auf beiden Seiten agierten die Torhüter auf Topniveau und sorgten so für die Nullnummer.
Die Freiburger bleiben damit in der diesjährigen Europa-League-Saison weiterhin ungeschlagen und dürften sich bei noch drei verbleibenden Spielen – zwei davon zu Hause – berechtigte Hoffnungen auf einen Platz unter den ersten acht machen, der die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale bedeuten würde.
Drei wichtige Spiele innerhalb von einer Woche
Soweit jedoch dürfte im Breisgau noch keiner schauen. Denn in den kommenden acht Tagen warten in Bundesliga und DFB-Pokal drei Spiele, die erheblichen Einfluss auf die Gesamtsituation haben dürften. Am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) kommt der extrem angeschlagene FSV Mainz 05 als Tabellenvorletzter ins Europa-Park-Stadion, am Mittwoch geht’s dann – ebenfalls zu Hause – gegen den Zweitligisten SV Darmstadt 98 um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Anschließend wartet mit dem 1. FC Heidenheim in der Liga das Schlusslicht auf die Freiburger.
Mainzer Krise verschärft sich im Europapokal
Es ist eine richtungsweisende Woche für den SC Freiburg, die mit dem Heimspiel gegen Mainz startet. National läuft für die Rheinland-Pfälzer bislang wenig zusammen, am Donnerstag gab’s beim rumänischen Team Universitatea Craiova in der Conference League den nächsten Dämpfer. Dass Stammkeeper Robin Zentner früh verletzt vom Platz musste, verschärfte die Sorgen noch. Sein Einsatz gegen den SC Freiburg ist unsicher – definitiv fehlen wird Dominik Kohr nach seiner Rotsperre und Nadiem Amiri, der in der Vorwoche seine fünfte Gelbe Karte der Saison sah.
Im Gespräch mit den vereinseigenen Kanälen rechnete Kapitän Günter mit einem ähnlichen Spiel wie gegen Pilsen. „Die letzten Jahre haben es gezeigt, es ist ein ähnliches Spiel: Viel eins gegen eins, wo es einfach auf Momente ankommt“, so der Kapitän mit Blick auf das Bundesliga-Duell am Sonntagabend. „Den Fight müssen wir annehmen“, sagte er.
Drei angeschlagene Freiburger Spieler vor Rückkehr in den Kader
Personell dürfte es beim SC Freiburg deutlich besser aussehen, als bei den Gästen aus Mainz. Max Rosenfelder, Eren Dinkci und Jordy Makengo verpassten zwar das Spiel in Pilsen aufgrund einer muskulären Reaktion. Am Mittwoch ging Schuster jedoch davon aus, dass das angeschlagene Trio bereits gegen Mainz wieder dabei sein kann.