Mit dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag beginnt für den SC Freiburg die heiße Phase der Saison. Die Chancen auf die erneute Europapokal-Quali stehen dabei gut.
Trotz Dreifachbelastung, trotz Doan-Abgang und trotz Platz 14 in der Auswärtstabelle: Der SC Freiburg gehört auch in dieser Bundesliga-Saison wieder zu den ernsthaften Anwärtern auf die Qualifikation für den Europapokal. Und das, obwohl die Top sechs der Bundesliga elf Spieltage vor Schluss fast schon ein wenig enteilt sind.
An der Tabellenspitze zieht Rekordmeister FC Bayern München (60 Punkte) fast schon einsam seine Kreise, mit einem Sieg im Topspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund (52) wäre die Meisterschaft wohl vorentschieden.
Dahinter sind mit der TSG Hoffenheim (46) und dem VfB Stuttgart (43) gleich zwei baden-württembergische Teams derzeit auf Champions-League-Kurs, auf den Plätzen fünf und sechs lauern mit RB Leipzig (41) und Bayer Leverkusen (39) zwei Teams, die die Königsklasse als eigenen Anspruch haben.
Die ersten sechs Plätze scheinen enteilt
Weil dahinter bereits eine Lücke klafft, scheinen die ersten sechs Plätze fast schon vergeben. Der SC Freiburg (33 Punkte) hat als Siebter bereits sechs Zähler Rückstand auf die Werkself aus Leverkusen, die zudem noch ein Nachholspiel gegen den Hamburger SV absolvieren muss.
Extrem wichtiges Spiel gegen Eintracht Frankfurt
Muss der SC Freiburg seine Europapokal-Hoffnungen also bereits elf Spieltage vor Schluss begraben? Nein – im Gegenteil. Die Chancen darauf, dass auch in der kommenden Saison im Europa-Park-Stadion international gekickt wird, sind absolut intakt und könnten am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) sogar noch steigen.
Denn im Duell mit dem Tabellenachten Eintracht Frankfurt (31 Punkte) kann der SC Freiburg einen direkten Konkurrenten um Platz sieben auf fünf Punkte distanzieren. Jener Platz hinter den regulären Europapokalplätzen eins bis sechs könnte am Saisonende schon fürs internationale Geschäft reichen.
SC Freiburg kann im DFB-Pokal selbst für Klarheit sorgen
Und zwar dann, wenn der DFB-Pokalsieger bereits über die Liga für die Champions oder Europa League qualifiziert wäre. Dann würde auch Platz sieben in der Bundesliga reichen, je nach Konstellation für Europa oder Conference League.
Zudem hat der SC Freiburg noch ein weiteres Eisen im Europapokal-Feuer: Als DFB-Pokalsieger wären die Breisgauer automatisch für die Europa League qualifiziert – egal, auf welchem Tabellenplatz man die Bundesliga-Saison abschließt. Die erste von zwei hohen Hürden auf dem Weg zum ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte heißt VfB Stuttgart, im zweiten Halbfinale trifft der Rekordmeister Bayern München auf Leverkusen.
Außerdem könnte die Bundesliga noch einen weiteren Startplatz für den Europapokal 2026/27 bekommen: Dafür müsste Deutschland in der UEFA-Rangliste mindestens Zweiter werden. Derzeit sieht es gut aus, die englischen Clubs liegen weit vorne – vor den Rückspielen der Play-offs liegen die Bundesliga-Vereine vor Portugal auf Rang zwei. Bliebe es bis zum Ende der Saison dabei, bekäme die Bundesliga einen fünften Startplatz für die Champions-League und auch der Tabellenachte könnte sich noch für das europäische Geschäft qualifizieren.
Noch ist all das Zukunftsmusik: Für den SC Freiburg geht der Blick zunächst nach Hessen, wo das wichtige Duell mit Eintracht Frankfurt ansteht. Ein Sieg würde den Chancen auf ein weiteres Jahr im Europapokal auf jeden Fall guttun.