Mit mehreren starken Paraden war Florian Müller im DFB-Pokal einer der Matchwinner beim SC Freiburg – und erhielt Lob von allen Seiten.
Als Florian Müller am Mittwochabend das DFB-Pokalspiel Revue passieren ließ, klang er fast schon bescheiden. Er habe „heute ein bisschen mehr zu tun gehabt als sonst“, sagte der Torwart des SC Freiburg, der in der Bundesliga und Europa League hinter Noah Atubolu die Nummer zwei ist.
Gegen den SV Darmstadt 98 durfte Müller, wie schon in Runde zwei gegen Düsseldorf, von Beginn an ran – und rechtfertige diese Entscheidung mit einer starken Leistung. In Durchgang eins bewahrte er den SC Freiburg mit einer starken Parade vor einem Rückstand, in der zweiten Halbzeit hielt er zwei Kopfbälle aus kurzer Distanz und sorgte so beim Stand von 2:0 für den favorisierten Bundesligisten dafür, dass die Partie am Ende nicht mehr eng wurde.
„Es freut mich, wenn es gut ausgeht und ich zeigen kann, was ich kann“, sagte Müller nach dem Spiel bescheiden. Andere äußerten sich etwas deutlicher zur Torwartleistung. Man habe einen „sehr guten Torwart hinten drin gehabt“, sagte Lucas Höler. „Er hat das bestätigt, warum er heute mit dem Einsatz belohnt wurde“, war auch Trainer Julian Schuster sehr zufrieden mit seinem Keeper, der einer der Garanten für das Weiterkommen war.
Vincenzo Grifo wird „Man of the Match“
Für die offizielle DFB-Auszeichnung als „Man of the Match“ reichte Müllers Zu-Null-Spiel jedoch nicht aus, stattdessen nahm Vincenzo Grifo das Präsent mit nach Hause. Der 32-Jährige befindet sich derzeit in bestechender Form und strotzt vor Selbstvertrauen. Den Elfmeter zum 1:0 versenkte er perfekt in den Winkel, in Durchgang zwei bereitete er zudem Hölers 2:0 mit einem Traumpass vor.
Wenn ein Fehlschuss Bestätigung für die gute Form ist
Und auch seinen Elferfehlschuss in der Schlussphase nahm sein Teamkollege Igor Matanovic als Beispiel für Grifos aktuelle Form. Denn erneut peilte der Italiener den Winkel an, scheiterte aber an der Latte. „Es spricht für seine Arbeit, er will alles perfektionieren“, sagte der Stürmer, für den es gegen Darmstadt nur zu einem Kurzeinsatz in der Nachspielzeit reichte.
Am Samstag geht’s zum 1. FC Heidenheim
Dass er am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Heidenheim, zum Ende der zweiten englischen Woche in Folge, mehr Minuten bekommt, ist zumindest denkbar. Auf allzu viel Rotation dürfte Schuster auf der Ostalb allerdings eher verzichten. Denn mit dem lang ersehnten Sieg bei Union Berlin feierte der 1. FC Heidenheim zuletzt mal wieder ein Erfolgserlebnis und hat damit den ersten Schritt aus der Krise gemacht. Mit dem Viertelfinal-Ticket in der Tasche ist aber auch beim SC Freiburg die Stimmung bestens.