Beim Jubiläumsspiel des SV Oberschopfheim verwandelten mehr als 200 Helfer das Aubergstadion in eine Fußballarena. Der SC Freiburg besiegte den SV Sandhausen mit 2:1.
Gut 4000 Menschen erlebten das besondere Fußballfest anlässlich des 100-jährigen Bestehens des SV Oberschopfheim und fieberten bei dem Spiel mit, das der SC Freiburg mit einem 2:1 gegen den SV Sandhausen für sich entschied.
Für das Fußballspiel hatte der SV Oberschopfheim nicht den roten, sondern den grünen Teppich ausgerollt. Rolf Gramer, der den SC Freiburg nach Oberschopfheim geholt hatte, betonte bereits im Gespräch mit der Lahrer Zeitung: „Wenn ein Julian Schuster den Rasen betritt und sagt ‚da haben die Jungs Bock, darauf zu spielen‘, ist alles gut.“
Und gut wurde auch alles: Cheftrainer Julian Schuster war begeistert von der Qualität des Rasens, auf dem seine Jungs sehr gern spielten. Eine Fläche, die mit einem Champions League Rasen durchaus vergleichbar sei. Ausdrücklicher Dank von Julian Schuster galt dem SV Oberschopfheim, der mit sehr viel Herzblut „wirklich alles für das Spiel heute getan hat.“
Die Gäste bejubelten die Vorstellung
Die begeisterten Zuschauer, von denen sich einige bereits um 14.30 Uhr auf den Weg ins Aubergstadion gemacht hatten, erlebten eine dynamische junge Mannschaft und bejubelten die Vorstellung der einzelnen Spieler durch Stadionsprecher Stefan Mayer. Alle Zuschauer waren super drauf und machten so das Fußballspiel zum Großereignis. Ohne die Unterstützung von mehr als 200 Menschen wäre ein Sportfest, wie es der SV Oberschopfheim der Region schenkte, niemals möglich gewesen. Mitarbeiter des Bauhofs hatten etwa Verkehrsschilder aufgestellt. Früh zeigten sich auch die Mitglieder der Feuerwehr Abteilung Oberschopfheim mit Abteilungskommandant Thomas Geiger auf ihren Posten, wo sie die Verkehrssicherheit mit Absperrungen übernahmen. Bereits in den Morgenstunden waren zahlreiche Helfer auf dem Platz.
1000 Meter Absperrgitter wollten verteilt, 350 Paletten gesetzt, und rund um Bänke gestellt sein. 750 Wurst- und Käsewecken wurden belegt und auch die heiß geliebte Stadionwurst wollte gegrillt und in den Weck gepackt sein. Gemeinschaft erhielt in Oberschopfheim bei der Aktion eine außergewöhnliche Dimension. Im Catering waren etwa Ronja Neumann, Luisa Bischer und Lisa Beiser eingeteilt. Die drei Freundinnen waren sich einig: „Das machen wir sehr gern für unser Dorf“, betonten sie. Nicht alle, die mithalten, zählen sich zu eingefleischten Fußballfans. Thorsten Junker bekannte etwa: „Ich weiß, dass ein Ball im Spiel ist.“ Trotzdem war er ein unverzichtbarer Helfer, der für den SV Oberschopfheim die Elektrik im Blick behielt. Aus allen Oberschopfheimer Vereinen zeigten sich Mitstreiter an der Seite des Sportvereins. Zum einen, weil es Spaß macht, und auch, weil man sich gegenseitig unterstützt.
Ganz vorne im Eck am Spielfeldrand auf einer Bank hatten die 86-jährige Marliese Sommer und die 83-jährige Christa Marreck Platz genommen. „Bis zum letzten Schnaufer sind wir Fußballfans“, bekannten die beiden unisono gegenüber unserer Redaktion. Beide zählten 1970 zur ersten Damenmannschaft im SV Oberschopfheim. Den SC Freiburg in ihrem geliebten Oberschopfheim wollten und konnten sie sich nicht entgehen lassen. Respekt zollten sie gegenüber dem Vorstand mit Frank Baitinger und seiner riesigen Helferschar, die seit Wochen im Grunde keine ruhige Minute mehr gehabt hätten, weil sich deren komplettes Denken und Handeln auf ein reibungsloses Fußballfest konzentriert habe. Am Ende waren alle erleichtert, froh und stolz, dass das Fest sich genauso gestaltete, wie sie es sich vorgestellt hatten. Die Fußballspieler fühlten sich rundum wohl und Oberschopfheim blieb in guter Erinnerung, so dass die Fäden nach Freiburg nun sogar noch dicker geworden sind.
Vereinsjubiläum
Der SV Oberschopfheim wurde im Jahr 1925 gegründet. Die Chronik im Verein berichtet von einer Jugend, die im Jahr 1923 gern Fußball gespielt hätten. Wilde Plätze wurden zum Fußballgelände umfunktioniert, der Fußballverein war geboren.