Bereits am Mittwoch hat die Polizei ihren Einsatz rund um die Partie des SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv begonnen. Am Donnerstag wird mit Beeinträchtigungen gerechnet.
Ein solches Fußballspiel hat es in Freiburg noch nicht gegeben. Denn aufgrund der politischen Situation rund um den Nahostkonflikt zieht die Europa-League-Begegnung zwischen dem SC Freiburg und Maccabi Tel Aviv einen großen Polizeieinsatz mit sich.
Bereits am Mittwoch hat das Polizeipräsidium Freiburg mit diesem Einsatz begonnen, er wird noch bis Freitag, also den Tag nach dem Spiel, andauernd. Insgesamt werden dabei an den drei Tagen rund 2000 Beamte im Einsatz sein.
„Aufgrund der Gesamtumstände der Begegnung wird die Polizei am Spieltag sowie davor und danach mit verstärkten Kräften im Umfeld des Stadions sowie im Stadtgebiet präsent sein“, schrieb die Polizei am Mittwochmorgen in einer Pressemitteilung.
Auch Drohnen und ein Polizeihubschrauber im Einsatz
Dazu werde die Polizei auch Drohnen sowie einen Polizeihubschrauber einsetzen, heißt es in der Mitteilung. „Diese dienen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen der lageabhängigen Beobachtung aus der Luft und der Unterstützung der Einsatzführung.“
Verkehrsteilnehmer brauchen mehr Geduld
Sowohl die Polizei als auch die Stadt Freiburg rechnen daher am Spieltag mit Verkehrsbeeinträchtigungen. „Die Polizei bittet Stadionbesucherinnen und Stadionbesucher sowie alle weiteren Verkehrsteilnehmenden, mehr Zeit für ihre An- und Abreise einzuplanen.“
Eine Demonstration im Kontext des Spiel angemeldet
Die Stadt weist zudem auf eine angemeldete Versammlung im Kontext mit dem Spiel hin. Die Demonstration beginnt um 16.30 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge. „Die Kundgebung muss einen gebührenden Abstand zum Synagogenbrunnen wahren“, so die Stadt.
Anschließend findet ein Aufzug auf den Stühlinger Kirchplatz statt, die Veranstalter rechnen mit 200 Demo-Teilnehmern. Der Stadtbahn- und Busverkehr ist von der Demo jedoch nicht betroffen.
Für die Fans von Maccabi Tel Aviv ist derweil kein Meeting-Point in der Stadt und kein Fanmarsch vor dort zum Europa-Park-Stadion geplant. Stattdessen ist das Jaffa Restaurant in der Nähe des Freiburger Güterbahnhofs der „offizielle Treffpunkt für die Fans von Maccabi Tel Aviv“, wie es auf der Facebook-Seite des Restaurants heißt. Demnach bekommt dort jeder Maccabi-Tel-Aviv-Fan ein Freibier – „zur Wahl stehen israelisches Maccabi-Bier oder Freiburger Bier“, so das Restaurant in den Sozialen Medien.
Fantreffen in Restaurant wird geschützt
Dort wird auch über die Sicherheit beim Fantreffen informiert: Polizei und das Sicherheitsteam der Israelitischen Gemeinde Freiburg werden vor Ort sein, für den Weg zum Stadion stehen Shuttle-Busse bereit.
Strenge Sicherheitsvorkehrungen im Europa-Park-Stadion
Auch am und im Stadion gibt es besondere Sicherheitsvorkehrungen, wie der SC Freiburg bereits in der Vorwoche mitgeteilt hat. Es werde umfassende Einlasskontrollen geben, die mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zudem gilt im gesamten Stadion ein Taschenverbot, Fahnen und Banner dürfen nur auf der Südtribüne in den Blöcken S, C, F, E und V und im Gästeblock genutzt werden.
Aufgrund der strengen Sicherheitsvorkehrungen hat sich die organisierte Fanszene des SC Freiburg dazu entschieden, dem Spiel fernzubleiben. Es dürfte am Donnerstag im Stadion also deutlich leerer – und dadurch auch leiser – sein, als bei anderen Spielen. Denn am Mittwochvormittag waren auch im Online-Ticketshop noch zahlreiche Karten verfügbar.