Frank Schmidt rechnet gegen Freiburg mit einem ausgeglichenen Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa

Wenn der SC Freiburg beim 1. FC Heidenheim antritt, rechnet Frank Schmidt mit einem ausgeglichenen Spiel. Eine kuriose Bundesliga-Statistik gibt ihm Recht.

Für Frank Schmidt hat sich auch nach dem extrem wichtigen Sieg des 1. FC Heidenheim in der Bundesliga (2:1 bei Union Berlin) nichts verändert. „Es wäre schlecht, wenn man lieber zur Arbeit gehen würde, nur weil es gut läuft“, sagte der FCH-Trainer vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30/Sky).

 

„Die große Veränderung war unmittelbar nach dem Spiel oder vielleicht der Tag danach.“ Aber: „Ich bin weit davon entfernt davon zu sagen, jetzt ist die Lust größer als vorher“, so der dienstälteste Coach im deutschen Profifußball. Denn auch mit dem zweiten Saisonsieg im Rücken stecken die Württemberger noch knietief im Abstiegskampf und stehen vor dem Spieltag auf dem Relegationsrang 16.

Von Gaspedal gehen oder gar zurücklehnen wird man sich auf der Ostalb daher auf keinen Fall, das machte Schmidt unmissverständlich klar. Er selbst gehört wohl zu den ganz wenigen Trainern im Profifußball, dessen Job auch in einer solch schwierigen Phase mit zuvor sechs Bundesliga-Spielen ohne Sieg nicht ansatzweise zur Disposition steht.

Pressekonferenz von Vorstandschef war „keine Kopfwäsche“

Ganz ohne Störgeräusche ging die Negativserie jedoch nicht vonstatten – auch nicht in Heidenheim, wo Ruhe und Konstanz ähnlich wichtige Tugenden sind wie beim kommenden Gegner SC Freiburg. In der Vorwoche saß Vorstandschef Holger Sanwald bei der Pressekonferenz auch auf dem Podium und stellte verbal die FCH-Profis auf den Prüfstand. „Keine Kopfwäsche“ sei das gewesen, so Schmidt, vielmehr eine „ehrliche Bestandsaufnahme“.

Gegen Union Berlin klappte es, in der Hauptstadt feierte der FCH einen 2:1-Last-Minute-Sieg. Gegen den SC erwartet der Coach am Samstag ein ausgeglichenes Spiel – und konnte das auch mit einer kuriosen Statistik belegen. Denn die Heidenheimer Heimbilanz ist exakt gleich mit der Freiburger Auswärtsstatistik (fünf Punkte, 6:12-Tore). „Das bedeutet, dass es ein ausgeglichenes Spiel sein wird, in dem alles möglich ist“, sagte Schmidt am Freitag.

Beim SC Freiburg kehrt Philipp Lienhardt in den Kader zurück

Bei den Freiburgern dürfte nach dem DFB-Pokalspiel unter der Woche vor allem das Thema Regeneration im Fokus gestanden haben. Trainer Julian Schuster hat personell derzeit die Qual der Wahl, gegen Darmstadt konnte er sogar dem Vielspieler Philipp Lienhart eine Pause verschaffen. Der Innenverteidiger dürfte am Samstag, wenn es um „sehr, sehr wichtige Punkte“ (Schuster) geht, wieder zur Verfügung stehen – genau wie der Rest des SC-Kaders.