Der Breitbandausbau kommt für Schömberg teurer als geplant. Foto: Schuldt

Die Stadt Schömberg ist sauer auf die Komm.Pakt.net., die den Breitbandausbau im Zollernalbkreis plant. Es geht um eine saftig Nachzahlung.

Schömberg - Von einer "Gelddruckmaschine" sprach Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, von einem "Breitband-Mafia-Gedöhns" Stadtrat Daniel Saffrin. Grund: eine saftige Nachforderung der Komm.Pakt.net für die Projektsteuerung des Backbone-Netzes auf der Schömberger Trasse. War es zuerst um eine Summe von 13 000 Euro gegangen, seien nun weitere 26 500 Euro dazugekommen.

Offenbar, so die Einschätzung des Schömberger Stadtbaumeisters Markus Dreher, habe sich die Firma total verkalkuliert und die Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund 1,25 Millionen Euro hinsichtlich der Bauzeit unterschätzt. Ausgegangen war Komm.Pakt.net von einer Bauzeit von fünf Wochen. Realistisch, so Dreher, seien 42 Wochen. "Da ist mächtig was schief gelaufen."

Sachverhalt klären

Auch wenn einige Stadträte wie Heiko Gerstenberger die Nachforderungen nicht bezahlen wollten, war man sich einig, das Breitbandprojekt mit einer Weigerung nicht gefährden zu wollen. Daher beschloss der Rat auf Empfehlung von Sprenger, Vertreter der Komm.Pakt.net und des Landratsamts in eine Sitzung des Gremiums einzuladen, um den Sachverhalt zu klären.

Kommunalanstalt des öffentlichen Rechts

Komm.Pakt.Net ist eine selbständige gemeinsame Kommunalanstalt des öffentlichen Rechts (KAöR). Die Kreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ostalbkreis, Ravensburg, Reutlingen und der Zollernalbkreis sowie insgesamt 231 Städte und Gemeinden gründeten Komm.Pakt.Net am 2015 in Ulm, um eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur aufzubauen.