Einteilung und Ausstattung der Helfer beim Stadtputz mit Müllsäcken und Handschuhen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Generalreinigung fürs Städtle: Wie in jedem Frühjahr wurde Triberg herausgeputzt – und viele machten mit.

Beginnend in der Unterstadt mit Bahnhof auf rund 600 Metern Meereshöhe bei den Kleintierzüchtern. Weiter hinauf mit dem Fanfarenzug und den Narren der Stabhalterei Freiamt. Auf rund 1000 Metern Höhe sei es erstaunlich sauber, befanden die Mitglieder des Skiclubs.

 

Gesammelt wurde der Zivilisationsmüll, der in der Natur achtlos entsorgt wird. Auch viele Kinder machten mit. Da sollte man eigentlich denken, wer schon einmal im Abfall gewühlt hat, schmeißt so schnell nichts in die Landschaft – vielleicht mit ein Grund, dass die Kita St. Anna mit zwei Gruppen und zusätzlich den Waldfüchsen mitmachten – diese allerdings bereits am Vormittag.

16 Vereine und Vereinigungen mit rund 200 Helfern waren auch heuer wieder dabei, als es galt, das Städtle herauszuputzen, vom Unrat zu befreien, der sich wieder übers Jahr angesammelt hatte. Erneut brachte sich auch die EGT ein. Nachdem der Müll im vergangenen Jahr weniger geworden war, steigerte sich die schiere Menge heuer wieder.

Eigentlich hat sie schon begonnen, die Touristensaison, da sollte die Stadt sauber sein. 200 Müllsäcke verteilte der Bauhof, dazu jedes Jahr etliche Paare Arbeitshandschuhe. Viele brachten eigene mit, vor allem für die helfenden Kinder sind die ausgegebenen Säcke wie Handschuhe zu groß. Begonnen wurde „auf Kommando“ um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz, wo heuer Hauptamts-Mitarbeiterin Marion Glück die Vereine einteilte.

Jede Menge Unrat an der B 500

Hart erwischt hatte es in diesem Jahr die Feuerwehr: Entlang der B 500 weit oberhalb des Bergsees, in gnadenloser Steillage, mussten die Mitglieder ran. Sie fanden dort extrem viel Unrat – und erneut säckeweise vollgekotete Windeln. Hier setzt man mittlerweile nicht mehr auf Müllsäcke, sondern es kommen so genannte Big Bags zum Einsatz, die später vom Bauhof aufgesammelt werden.

Auch das DRK hatte wieder vielerlei Müll aufgesammelt, einmal mehr war der Weg vom Netto zum Busparkplatz mit etlichen „Flachmännern“ gepflastert. Die Mitglieder des Angelvereins Schwarzwaldquelle hatten ihre liebe Mühe, der Abstieg in die steilen Bachbetten von Schonach und Gutach an sich ist schon enorm eng und steil, dazu gibt es wenig Standfläche.

Auch der Bürgermeister macht mit

Die Stadt bedankte sich am Ende bei allen Helfern – nicht nur mit warmen Worten von Bürgermeister Sven Ketterer, sondern vor allem mit einem leckeren Vesper im Kurhaus. Ketterer war nicht nur als Bürgermeister anwesend, er war selbst aktiv dabei. Nicht ohne Stolz blickt die Stadt auf die große Anzahl an Helfern, denn Nußbach und Gremmelsbach putzen separat. Bei der Stadtputzete seien rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung dabei. Dabei legt der Bürgermeister Wert darauf, dass die städtischen Bediensteten freiwillig und unentgeltlich mithelfen.