Die Falkenbrücke führt in Hechingens Stadtteil Stetten über den Reichenbach. Foto: Ullrich

Die Falkenbrücke in Hechingens Stadtteil Stetten ist in einem schlechten Zustand. Im Kreistag steht nun die Vergabe der Bauarbeiten an.

Der Sanierungsstau an Bauwerken aus den 1960er- und 1970er-Jahren bleibt groß. Nächstes Beispiel: die Falkenbrücke, Baujahr 1968, die in Hechingens größtem Stadtteil Stetten über den Reichbach führt. Die Brücke in der Hechinger Straße kurz nach dem Stettener Ortsschild von der Kernstadt kommend wirkt unscheinbar, wird den Landkreis aber knapp 400 000 Euro kosten.

 

Schon länger ist bekannt, dass die Falkenbrücke in einem schlechten Zustand ist und erneuert werden soll. Nun ist es so weit, wie aus der Sitzungsvorlage für den Umwelt- und Technikausschusses des Kreistages am Montag, 17. März, hervorgeht. Bei der Sitzung steht die Vergabe der Bauarbeiten an die Firma Norbert Hartmann aus Straßberg auf der Tagesordnung. Der Landkreis ist für den Unterhalt der Brücke zuständig, weil diese Teil der Kreisstraße 7108 ist.

Warum ist die Instandsetzung nötig? Die Überbauplatte weist Längsrisse sowie Abplatzungen mit freiliegender Bewehrung auf. Die Längsfugen zwischen der Kappe und dem Bordstein sind gerissen. Die Flügel und Kappen weisen Korrosionsschäden auf. Das Geländer ist mehrfach durch Fremdeinwirkung beschädigt und die vorhandene Geländerhöhe entspricht nicht den Vorschriften, fasst die Sitzungsunterlage die Mängel zusammen.

Die Bauwerksprüfungen aus den Jahren 2011 beziehungsweise 2017 ergaben Zustandsnoten von 2,7 beziehungsweise 2,3. Seitdem habe sich der Zustand weiter verschlechtert. Heißt: Eine Sanierung ist unumgänglich. Langfristig würden die Beanstandungen zu einer „Beeinträchtigung der Dauerhaftigkeit des Bauwerks“ führen.

Überbau wird komplett erneuert

Die Falkenbrücke ist sogar so marode, dass ein Neubau zur Debatte stand; aus wirtschaftlichen Gründen sei diesem aber eine Generalsanierung vorgezogen worden, informiert die Sitzungsunterlage. Doch: „Der Überbau wird komplett erneuert und an die heutigen Anforderungen angepasst, wodurch eine deutliche Verbesserung des Tragwerks hinsichtlich der verkehrlichen Anforderungen erreicht wird.“ Noch muss der Umwelt- und Technikausschuss des Kreistags der Vergabe der Bauarbeiten aber zustimmen.

Vorbehaltlich dieser wahrscheinlichen Entscheidung, kommt auf Autofahrer wohl eine Umleitung zu. Wann Baubeginn ist, steht nicht in der Sitzungsunterlage.