Für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Mariazell“ beauftragte der Gemeinderat die STEG für die Betreuung von Maßnahmen. Eine erste wurde bei der Gemeinde bereits angemeldet. Foto: Herzog

Für die Betreuung von Maßnahmen im Sanierungsgebiet „Ortsmitte Mariazell“ hat der Gemeinderat der Stadtentwicklung (STEG) Stuttgart GmbH den Auftrag erteilt.

Mit der Aufnahme in das Landesbauförderprogramm stehen der Gemeinde im festgelegten Sanierungsgebiet Ortsmitte Mariazell wesentliche Steuerungselemente zur Verfügung.

 

Wie Bürgermeister Franz Moser im Gemeinderat erläuterte, können für private und öffentliche Bauvorhaben, Grundstücksverkehre sowie Miet- und Pachtverträge Genehmigungspflichten durch die Gemeinde bestehen. Mit den Fördermitteln könnten städtebauliche Verbesserungen erzielt werden. Private Bauherren hätten zudem die Möglichkeit, von höheren steuerlichen Begünstigungen zu profitieren.

Umfangreiche Beratung für Eigentümer

Für die Betreuung und Beratung von Maßnahmen sowie die finanzielle Abwicklung habe die STEG ein umfassendes Angebot vorgelegt, das ein ganzheitliches Leistungsportfolio beinhalte.

Unter die Beratung von Grundstücks- und Gebäudeeigentümern sowie Mietern falle auch die Motivation der Sanierungsbeteiligten hinsichtlich der Fördermöglichkeiten und die Prüfung der jeweiligen Fördervoraussetzungen nach den Vorgaben von Bund, Land und Kommune.

„Die STEG motiviert die Eigentümer, Gebäude zu erneuern, um den Ortsbildcharakter in städtebaulich angemessener Weise zu wahren. Außerdem ist die Beratung und Betreuung von kommunalem Grunderwerb wesentlicher Bestandteil der Beratungsleistung. Grundstücksverhandlungen machen wir aber selber“, schilderte der Bürgermeister.

Die STEG verfüge über ausgebildete Moderatoren, die Vor-Ort-Veranstaltungen bei einer Sanierungsdurchführung begleiten könnten. Durch das vorhandene Know-how der Energieberater sei das Unternehmen zudem in der Lage, die angestrebte jährliche CO₂-Einsparung bei Gebäudemodernisierungen zu erheben. Die Eigentümer erhielten über einen von der STEG erstellten Gebäudesteckbrief Hinweise auf eine sinnvolle energetische Sanierung der Bausubstanz sowie auf Vorteile einer nachhaltigen Vorgehensweise.

Das modular aufgebaute Angebot beinhalte teilweise eine jährliche Pauschale, etwa für das Projektmanagement mit städtebaulicher Beratung (8900 Euro) sowie für die finanzielle Abwicklung der Maßnahmen (8500 Euro). Die Beauftragung und die Preise würden in einem Vertrag festgehalten, der zunächst auf ein Jahr angelegt sei und sich automatisch verlängere, sofern nicht gekündigt werde.

Diskussion über Nutzen der STEG-Betreuung

Rat Fred Zehnder sah in der angebotenen Einzelbetreuung keinen Mehrwert für eine kleine Gemeinde wie Eschbronn. Für größere Kommunen möge dies eher zutreffen. „Wenn jemand für sein Bauprojekt einen Architekten hat, wird er sich in die Planung nicht reinreden lassen wollen. Dieses Geld kann sich die Kommune sparen“, urteilte Zehnder.

Nach Auskunft des Bürgermeisters könne die Vergütung von Einzelmaßnahmen nicht komplett aus dem Angebot herausgenommen werden.

Mit den dadurch geringeren Kosten zeigte sich Zehnder zufrieden und stimmte wie alle Ratskollegen der Auftragsvergabe an die STEG zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen.