Die Wüstenrot Haus- und Städtebau stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die aktuellen Pläne für das Sanierungsgebiet „Loßburg – Ortsmitte II“ vor. Foto: PLAN 7 Architekten Partnerschaft mbB

Der Loßburger Ortskern soll aufgewertet werden. Konkret geht es um drei Gebäude an der Alpirsbacher Straße. Die Wüstenrot Haus- und Städtebau stellte nun die Planungen vor.

Der Ortskern in Loßburg soll aufgewertet werden. Konkret geht es um drei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von etwa 2000 Quadratmetern an der Alpirsbacher Straße im Sanierungsgebiet „Loßburg – Ortsmitte II“. Den Auftrag, diese von der Gemeinde gekauften Flächen zu entwickeln, bekam die Wüstenrot Haus- und Städtebau (WHS).

 

Bereits im Dezember 2025 stellte Oliver Matzek, Leiter des Geschäftsbereichs Städtebau bei der WHS , dem Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung vier Entwurfsvarianten für die Projektentwicklung des Areals vor. Die ersten beiden Varianten wurden aufgrund der Verkehrssituation jedoch schnell verworfen, berichtet Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender Werner Faulhaber (FWV).

Die Versionen drei und vier seien länger in der Diskussion gewesen. Schließlich habe man laut Faulhaber insbesondere die Version vier noch einmal intensiver besprochen. Die vorgebrachten Wünsche und Anregungen seitens des Gemeinderates wurden dabei in die weitere Planung mitaufgenommen, die Matzek nun in der jüngsten Sitzung vorstellte.

3 Reihenhäuser, 14 Wohnungen und 21 Stellplätze

Die Variante vier sieht dabei vor, das Gebäude straßenseitig links in ein Reihenhaus, das Gebäude in der Mitte in ein kleines Mehrfamilienhaus und das Punkthaus rechts am Eck in ein Wohn- und Geschäftshaus mit einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss und Zugang zum Hinterhof umzuwandeln.

Dort könnten dann Themen integriert werden, an denen es in Loßburg Bedarf gibt,wie etwa eine Pizzeria oder Eisdiele im Erdgeschoss und oben drüber am besten gleich noch eine Hausarztpraxis, so die Idealvorstellung von Gemeinderat Faulhaber. Generell ziele man dabei auf kleine Händler und Dienstleister ab, erklärt Matzek.

So in etwa könnte der Hof hinter dem Punkthaus am Eck Haupt- und Alpirsbacher Straße in Zukunft aussehen. Foto: PLAN 7 Architekten Partnerschaft mbB

Insgesamt sollen in dem Areal so 14 Wohnungen und 21 ebenerdige Stellplätze entstehen. Ein Zaun oder eine Mauer zur Straße hin, soll dafür sorgen, dass die Gebäude trotz der zentralen Lage vom Verkehrslärm etwas abgeschirmt werden – 10 500 Fahrzeuge, die dort am Tag langfahren, seien schließlich keine Kleinigkeit, meint Matzek.

Es soll bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden

Ziel der Sanierungsmaßnahme ist eine „behutsame Nachverdichtung“, also das Schaffen von Wohnraum in einem bereits bebauten Gebiet, ohne die städtebauliche Struktur, den Charakter des Quartiers oder die Lebensqualität negativ zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: Die Ortsmitte soll dabei gestalterisch und funktional aufgewertet, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und das Wohnen im Alter gestärkt werden.

Einstimmig entschied der Gemeinderat, die von Matzek vorgestellte Version weiterzuverfolgen. Nun folgt die nächste Phase: die Marktanalyse. Dabei solle geschaut werden, welche Käufer- und Mietgruppen angesprochen werden können, und ob die Nachfrage an der vorgesehenen Variante überhaupt groß genug ist – oder ob man umplanen muss.

Bürgerinformation und Vorvermarktung geplant

In den kommenden Wochen soll zudem noch eine umfassende Bürgerinformation erfolgen zu der geplanten Entwicklung, den Zielen und den voraussichtlichen zeitlichen Abläufen. Matzek ist sich sicher, dass diese noch den einen oder anderen Input und etwas mehr Sicherheit geben wird.

Parallel dazu werde die Bedarfsanalyse weiter vertieft und die Vorvermarktung gestartet. Miet- und Kaufinteressenten könnten sich bereits jetzt unverbindlich registrieren lassen, um über Fortschritte, und verfügbare Flächen informiert zu werden. Da man sich derzeit jedoch noch immer in der Entwicklungsphase befinde, könne noch keine konkrete Preisspanne genannt werden, erklärt Matzek.