Muss die Stadt jetzt rund fünfeinhalb Millionen Euro ausgeben, um die Sulgener Festhalle zu sanieren oder kann eventuell sogar auf einen Neubau gewartet werden? Erste Einblicke verschaffte sich der Ausschuss für Umwelt und Technik vor Ort am Donnerstag.
Schramberg-Sulgen - Nicht mehr auf dem Stand der Zeit auch hinsichtlich des sich immer weiter verschärfenden Brandschutzes ist die Turn- und Festhalle Sulgen. Auch eine Photovoltaikanlage würde das Dach aus dem Jahr 1956 nicht aushalten, wie Elmar Heinemann von Supper/Heinemann Architekten (Gammertingen) im Ausschuss ausführte. Abgesehen vom Brandschutz gibt es aber auch noch viele andere Bereiche, in denen die Halle einen Sanierungsstau aufweist, auch wenn der städtische Architekt Andreas Krause auf mehrere Maßnahmen verwies, die in jüngerer Zeit schon gelaufen seien.
Dass eine Großmaßnahme schnell gehen könnte, ist unwahrscheinlich, dafür da wollte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr auch keine Hoffnungen wecken. Klar ist auch – eine schnelle Sanierung soll nicht einen zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht geschickteren (eventuell erweiterten) Neubau verhindern. Edgar Reutter (SPD/Buntspecht) wollte zunächst sowieso erst die Bedürfnisse der Sulgener Vereine abfragen, Oskar Rapp (Freie Liste) regte an, mit internen Rauchmeldern ähnlich wie in Tennenbronn vorläufig den Brandschutz zu verbessern. Zudem sollen dringende kleinere Reparaturen "aus Bordmitteln" ausgeführt werden, etwas größere in Abstimmung mit dem Ausschuss.