Der Einbau der Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise (DSK-Verfahren) wird in vielen Straßen von VS angewendet. Foto: Eich

Das DSK-Verfahren ist in Villingen-Schwenningen so etwas wie das Wort des Jahres 2021. Das Auftragen von Asphalt in Kaltbauweise zur Ausbesserung des Fahrbahnbelags war eines der wichtigen Infrastrukturthemen. Und auch in den kommenden Jahren sind weiter Investitionen in das Straßennetz von VS geplant.

Villingen-Schwenningen - In der Sitzung des Technischen Ausschusses am kommenden Dienstag wird das Grünflächen- und Tiefbauamt (GuT) der Stadt über den aktuellen Sachstand der Straßensanierungen berichten. Sowohl über den Teil, der im sogenannten DSK-Verfahren bereits gemacht, angefangen oder noch geplant ist, als auch über die tatsächlich umfangreich sanierungsbedürftigen Straßen.

 

Im Vorfeld der Sanierungen wurde im Frühjahr 2019 durch die Firma Kosima eine flächendeckende Befahrung der Straßen in Villingen-Schwenningen durchgeführt und der Straßenzustand bewertet. Grundlage für die Bewertung des Straßenzustandes waren Schadbilder wie Risse, Schlaglöcher in Fahrbahndecke und Tragschicht, Verdrückungen in der Fahrbahn und der allgemeine Zustand sowie die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche. Aus dieser Bewertung ergab sich die jeweilige Dringlichkeit der Sanierung. Auf Grundlage dieser Bewertung wurde auch ein Straßensanierungskonzept für die Jahre 2021 bis 2024 erstellt und vom Gemeinderat am 11. November 2020 beschlossen, welches eine Priorisierung der erforderlichen Maßnahmen anhand des tatsächlichen Handlungsbedarfs vorsieht.

Wetter macht Maßnahmen einen Strich durch die Rechnung

Die Sanierungsarbeiten für 2021 haben im Sommer 2021 begonnen. Während in Villingen die Güterbahnhofstraße und die Altstadtstraße vollständig erneuert werden konnten, konnte das Vorhaben bei neun weiteren Straßen, unter anderem der Dickenhardt- oder der Gewerbestraße in Schwenningen, nicht abgeschlossen werden. Die meisten konnten, so ist es in der Informationsvorlage zur Sitzung ersichtlich, wetter- oder kapazitätsbedingt nicht fertiggestellt werden. "Sobald die Wetterlage und die Kapazität des Auftragnehmers es zulassen, wird auf Grundlage der Beauftragung von 2021 mit der Umsetzung der restlichen Straßenabschnitte in 2022 fortgefahren", heißt es.

Besser lief es hingegen beim Straßensanierungsprogramm im Hoch- und Tiefeinbau. Von insgesamt 13 Straßen in Villingen, Schwenningen, Mühlhausen und Obereschach wurden lediglich drei nicht gemacht. Die Hintergründe in der August-Bebel-Straße, Augenmoosstraße und der Kreuzstraße sind allerdings noch ausstehende Arbeiten der Stadtwerke beziehungsweise die Verlegung von Breitband. In der August-Bebel-Straße wird die SVS in diesem Jahr noch aktiv, die Arbeiten in der Kreuzstraße und die Breitbandverlegung in der Augenmoosstraße stehen erst 2023 auf dem Plan.

Zwei Millionen Euro werden ausgeschöpft

Beim Ausblick auf die Maßnahmen, die in diesem Jahr im DSK-Verfahren geplant sind, stehen zehn Straßen an, unter anderem die Kornbindstraße in Schwenningen, die Marbacher Straße in Villingen und weitere Fahrbahnen in den Ortschaften. Die Kosten dafür belaufen sich voraussichtlich auf rund 720 000 Euro.

Nach aktueller Kostenschätzung wird für die restlichen Straßenabschnitte der ursprünglichen Prioritätenliste aus 2020 der Abschluss des DSK-Verfahren weniger als eine Million Euro aus dem Haushalt 2022 verausgaben.

Daher hat sich die Verwaltung dazu entschlossen, zwei neue Straßenabschnitte – die Bärenstraße bis zur Volksbank in Schwenningen und die Vöhrenbacher Straße in Villingen – bei der Sanierungsart Hoch-Tiefeinbau für 2022 zu ergänzen, sodass in Summe die zwei Millionen Euro vollständig ausgeschöpft werden können. Gewählt wurden diese beiden Straßenabschnitte da diese mit Sicherheit in der neu zu erstellenden Prioritätenliste weit oben angesiedelt sind.