Der Ringinger Ortschaftsrat und Bürger drängten bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Bürgermeister auf Umgestaltung. Die Ideen dazu sind vorhanden. Doch noch fehlt das Geld.
Viel gäbe es in Ringingen, wie auch in allen anderen Stadtteilen, zu sanieren. Ein besonderes Anliegen ist dem Ortschaftsrat die Ertüchtigung des Hallenvorplatzes. Der Platz bietet nicht nur Parkgelegenheiten. Vor allem finden hier im Sommer Feste und Veranstaltungen statt. Ortsvorsteherin Christina Dorn-Maichle schilderte den Herzenswunsch in dieser Woche bei einem Dorfbegang gegenüber Bürgermeister Davide Licht und Bauamtsleiter Ulrich Ziermann.
Lob für die „Rennhennen“
Das Anliegen Hallenvorplatz ist der Verwaltung nicht unbekannt. Es wurde von der Stadt bereits vor fünf Jahren in die Antragsliste für das ELR-Förderprogramm aufgenommen. Bürgermeister Davide Licht versprach gegenüber dem Ortschaftsrat, er werde sich dafür einsetzen, dass das Vorhaben in der neuen Förderrunde zum Zuge kommt. Und dass der Gemeinderat die von Seiten der Stadt notwendigen Geldmittel im Haushaltsplan 2027 bereitstellt.
Ein Lob sprach der Bürgermeister den Initiatorinnen des Open-Air-Konzertes mit der Band „Dorfrocker“ aus. Es findet am 13. Mai auf dem Platz statt. Die Frauengruppe „Rennhennen“ und die weiteren Akteure haben angekündigt, den Erlös für den Umbau zu stiften. Bei der Bewilligung von Förderanträgen, erklärte Licht dazu, mache es einen guten Eindruck, wenn sich die Bürgerschaft in dieser Weise für ein Projekt einbringt.
Mobile Überdachung angedacht
Christina Dorn-Maichle führte aus, wie man sich den künftigen Platz vorstellt. Zunächst müsse die vom Anfang der 70er-Jahre stammende Pflasterung erneuert werden. Wünschenswert wären neben gestalterischen Elementen Ladesäulen für Elektro-Fahrräder oder -autos. Weiter denke man daran, eine mobile Überdachung für den Platz zu beschaffen. An einem ähnlichen Vorhaben arbeiten bekanntlich derzeit auch Burladinger Vereine für den Marktplatz der Kernstadt. „Das haben wir aber nicht von Burladingen abgeschaut“, betonte Dorn-Maichle, „die Idee hatten wir schon vor Jahren.“ Der Spielplatz hinter der Festhalle, den man ebenfalls begutachtete, ist ständig von Kindern frequentiert. Die Geräte bieten allerdings inzwischen einen eher traurigen Anblick. Auch hier täte eine Auffrischung gut. Bürger Matthias Löffler hatte dazu einen Vorschlag: Ob man nicht eine Calisthenics-Fitness-Anlage auf dem Gelände errichten könnte? Sie würde zur Ertüchtigung von Jung und Alt ermuntern und zur Attraktivität des Ortes beitragen. Kosten? Von 5000 bis zu 25.000 Euro.
Zur Sprache kamen weiterhin Bauplätze
Der Bürgermeister spielte den Ball gleich einmal zurück. Auch die Realisierung dieses Projektes könnte durch Vorleistungen und bürgerschaftliches Engagement unterstützt werden, meinte er. Löffler werde zur weiteren Durchsetzung des Vorhabens doch sicherlich dem zu gründenden Dorf-Förderverein beitreten? Zur Sprache kamen weiterhin Bauplätze. Die Ringinger Verwaltung kann derzeit keinen mehr anbieten. Gelände ist im Flächennutzungsplan zwar ausgewiesen, derzeit befinden sich die Grundstücke jedoch noch alle im privaten Besitz. Ein Abstecher führte ins Schuppengebiet „Mettwinkel“. Beide Zufahrten sind marode, ganz besonders die in Richtung der Grillstelle. Allerdings – fiel älteren Teilnehmern des Rundganges zu dem Thema ein: Das Problem ist uralt. Bisher scheiterten sämtliche Versuche, die Zufahrt dauerhaft zu ertüchtigen.