Die Stadt saniert ab Juni diese wichtige Verkehrsachse. Autofahrer müssen während der mehrmonatigen Bauzeit Umleitungen in Kauf nehmen. Was ist genau geplant?
Der Hindenburgring ist die wichtigste Verkehrsachse Donaueschingens – 2026 wird er mit einem mehrmonatigen Umbau fit für die Zukunft gemacht. Die Stadt verspricht sich davon einen besseren Verkehrsfluss, mehr Sicherheit und eine Modernisierung der unterirdischen Infrastruktur im Bereich zwischen Friedhofstraße und Villinger Straße.
Der Hindenburgring bildet den Kern des City-Rings und übernimmt einen Großteil des Durchgangs- und innerstädtischen Verkehrs, der so von der Kerninnenstadt ferngehalten wird. Gleichzeitig erschließt er wichtige Wohn- und Schulbereiche rund um Friedhofstraße, Villinger Straße und Hermann-Fischer-Allee sowie größere Bau- und Entwicklungsgebiete wie das Areal zwischen Villinger Straße, Hindenburgring und Friedhofstraße.
Der Umbau umfasst die Errichtung einer neuen Rechtsabbiegerspur für den Verkehr aus Richtung Osten in die Villinger Straße sowie die Erneuerung von Wasserleitungen und Anpassungen an den Gehwegen. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Start der Maßnahme im Juni 2026, das Tiefbauamt geht von einer Bauzeit von fünf bis sechs Monaten aus, abhängig vom Bauablauf und der Witterung.
Um die Einschränkungen zu begrenzen, wird die Baustelle in vier Bauabschnitte gegliedert, wie die Stadtverwaltung informiert. Zunächst wird der Kreuzungsbereich Friedhofstraße/Hindenburgring bearbeitet, anschließend der Abschnitt zwischen den Kreuzungen Hindenburgring/Friedhofstraße und Hindenburgring/Villinger Straße.
Dritter und vierter Abschnitt
Den dritten Abschnitt bildet der Kreuzungsbereich Hindenburgring/Villinger Straße, der vierte betrifft die Weiterführung des Hindenburgrings in Richtung Hermann-Fischer-Allee. Innerhalb der jeweiligen Abschnitte wird unter Vollsperrung gearbeitet.
Die neue Rechtsabbiegerspur soll vor allem die starke Relation vom City-Ring in die Villinger Straße entlasten, wo sich Verkehr staut und sich der Lärm bis in die Bereiche mit Tempo-30-Regelung ausbreitet. Die Stadt kündigt an, die Umleitungsregelungen frühzeitig zu veröffentlichen und den Schwerlastverkehr weiträumig umzuleiten, um Wohngebiete zu schonen und die Leistungsfähigkeit des City-Rings trotz der Sperrungen möglichst zu erhalten.
Weiterer Baustein im Konzept
Aus Sicht der Stadtverwaltung ist der Umbau am Hindenburgring ein weiterer Baustein im aktuellen Mobilitäts- und Infrastrukturkonzept, das bereits Tempo-30-Zonen, den ausgebauten City-Ring und neue Knotenpunkte wie den Kreisel im Gewerbegebiet Breitelen Stangen umfasst.
Ziel sei es, die „wohl bedeutendste Verkehrsachse der Stadt“ leistungsfähiger zu machen, gleichzeitig die Netze der Wasser- und Abwasserinfrastruktur zu modernisieren und die Bedingungen für Fußgänger im Umfeld von Wohn- und Schulstandorten Schritt für Schritt zu verbessern.
Neues Konversionsareal
Bauprojekte Donaueschingen
Eines der größten Bauprojekte mit nachhaltiger Auswirkung auf das Donaueschinger Stadtbild findet seit einigen Jahren auf dem Konversionsgelände statt. Viele der ehemaligen Kasernengebäude wurden bereits abgerissen. Im Dezember wurde nach rund achtmonatiger Bauzeit die neue Realschule am Buchberg eingeweiht, der Umzug des Schulbetriebs erfolgt schrittweise und startet nach der Fasnet. Das hat zur Folge, dass Schülerströme geregelt werden müssen: Am Hindenburgring soll zudem eine weitere Ampel installiert werden und eine großen Buswendeschleife an der Friedhofstraße wird gebaut. Im Konversionsareal entstehen zudem rund 350 Wohnungen, zusätzlich etwa 150 weitere in den Hans-Thoma-Höfen auf der anderen Seite des Hindenburgrings.