Auf dem mit Arsen belasteten Areal Rheinlehne in Pratteln beginnen ab dem 20. Januar die ersten Sanierungsarbeiten.
Die Altlastensanierung kostet rund 179 Millionen Franken. So finden bis Ende Februar auf dem Gelände Rodungsarbeiten von Büschen und Einzelbäumen statt, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Freitag mitteilte.
Im April sollen die Rückbauarbeiten der oberirdischen Gebäudeteile beginnen, die drei bis vier Monate dauern werden. Der Rheinwanderweg im Abschnitt Rheinlehne wird deshalb vom 20. Januar bis 31. August gesperrt, der Weg wird laut Mitteilung entlang der Rheinstraße umgeleitet.
Das bewilligte Sanierungsprojekt sieht einen Aushub der am stärksten mit Arsen belasteten Bereiche mittels konventionellem Aushub sowie Austauschbohrungen vor. Durch den Aushub von etwa 120 000 Kubikmetern Material werde das Schadstoffpotential um rund 98 Prozent verringert, heißt es weiter.
Die Kosten der rund dreijährigen Sanierung belaufen sich gemäß Kantonsangaben aus dem Jahr 2023 auf rund 179 Millionen Franken. Der Bund hatte im Juni 2023 bekanntgegeben, dass er im Zeitraum von 2024 bis 2029 insgesamt 265 Millionen Franken für die Sanierung von Altlasten ausgeben will.
Wegen der Ablagerung von Produktionsabfällen sowie undichten Abwasserleitungen ist der Untergrund heute mit 170 Tonnen Arsen stark belastet – teilweise bis in eine Tiefe von zehn Metern.