Die Wohnungsbaugesellschaft plant eine Verschönerung der Wohnblocks im Mühlweg. Foto: Pohl

Die Wohnblocks im Mühlweg sind zweifelsohne in die Jahre gekommen. Deshalb plant die Wohnungsbaugesellschaft (wbg) die Gebäude ab Herbst in Abschnitten zu "verschönern". Denn die Mietwohnungen sind ein gefragtes Segment auf dem Markt.

VS-Schwenningen - Den Gebäuden entlang des Mühlwegs sieht man ihre mittlerweile 70 Jahre deutlich an. In der Nachkriegszeit in Einfachbauweise hochgezogen, sind die Hausnummer 105 bis 139 mittlerweile reif für eine Auffrischung. Rainer Müldner, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, erklärt auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten: "Wir planen eine Instandsetzung der Wohnblocks, das heißt wir werden hauptsächlich die Dächer und Fassaden neu machen."

Ansonsten seien die Gebäude in Sachen Substanz noch gut erhalten, sodass eine grundsätzliche Sanierung nicht notwendig sei, berichtet Müldner. Und das sei bei diesen Häusern ein großer Vorteil, denn: "Wir wollen keinen Ersatzneubau, der mit einer Mieterhöhung verbunden wäre." Das Mietniveau sei im Mühlweg im Vergleich zu anderem geförderten Wohnungsbau äußerst niedrig, aber eben auch gefragt. "Wir liegen hier bei knapp vier Euro pro Quadratmeter. Und wir haben Mieter, die genau dieses Preissegment suchen und wollen", betont der wbg-Chef. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Mietpreis bei gefördertem Wohnungsbau, beispielsweise an der Freiburger Straße in Villingen, liegt bei knapp 6,70 Euro. "Wir liegen im Mühlweg also nochmal deutlich darunter", so Müldner.

Preisniveau ist gefragt

Die Auslastung im Schwenninger Sauerwasen sei gut, die wbg verzeichne laut Müldner nahezu eine Vollvermietung, auch wenn von den 36 Wohnungen die eine oder andere im Zuge des Projektes doch gerichtet werden müsse, um sie wieder vermieten zu können.

Sanierungsbeginn soll laut Rainer Müldner noch in diesem Herbst sein, um dann in Abschnitten die Gebäude innerhalb der kommenden beiden Jahre herzurichten. Während es im Mühlweg erst losgeht, ist die Wohnungsbaugesellschaft an anderer Stelle in Schwenningen nahezu fertig. Die Fassadenarbeiten an den Blocks an der Schluchseestraße werden laut dem wbg-Geschäftsführer noch in diesem Herbst abgeschlossen sein. Fertig sind diese dann aber längst noch nicht. "Die Häuser werden ab kommenden Jahr dann innen gemacht", erklärt Müldner. Der Zeitansatz liegt ebenfalls bei etwa zwei Jahren und wurde coronabedingt nach hinten verlegt. "Wir haben uns dazu entschlossen, während der Pandemie keine Handwerker in die bewohnten Gebäude zu schicken, sondern außen anzufangen und ab nächstem Jahr – hoffentlich unter besseren Bedingungen – innen weiterzumachen", berichtet Rainer Müldner. Hier sei er aber zuversichtlich, dass dieser Plan aufgehe.

Zeit für Investitionen

Die beiden Projekte sind nur zwei Beispiele für die Arbeit der wbg und die Aufgabenstellung, der sie sich stellen muss. Bereits bei der Vorstellung des Jahresberichts der Wohnungsbaugesellschaft im Gemeinderat hatte Rainer Müldner betont, dass trotz der großen Investitionen in den vergangenen Jahren nun nicht die Zeit des Sparens sei. Es sei bei der Situation auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt wichtig, weiter zu investieren.

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