Die Wyhlener Hochrheinhalle soll in mehreren Abschnitten saniert werden. Foto: Heinz Vollmar

Nachdem die Hochrheinhalle in Wyhlen seit über einem Jahr wegen Wasserschäden für den Publikumsverkehr gesperrt ist, kommt nun Bewegung in die Sanierung.

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend erläuterte der örtliche Architekt Harry Vogt einen ersten Sanierungsabschnitt, der bis Juli 2026 abgeschlossen sein soll, so dass die Halle mit Beginn des Schuljahres 2026/27 wieder geöffnet werden könne.

 

In diesem Zusammenhang entschieden sich die Gemeinderatsmitglieder einstimmig per Grundsatzbeschluss für den Einbau einer Fußbodenheizung. Mit den nunmehr anstehenden Sanierungsmaßnahmen schließe man auch an die umfassenden Investitionen in die Hochrheinhalle in den Jahren 2013 bis 2020 an, die in einem Umfang von 1,9 Millionen Euro bereits umgesetzt wurden, wie Bürgermeister Tobias Benz ausführte.

Neue Prallschutzwand

Zu den wichtigsten Maßnahmen in einem ersten Abschnitt zählte Architekt Vogt die Sanierung der Dachentwässerung und der entsprechenden Grundleitungen, die Sanierung des Dachs über dem Foyer der Hochrheinhalle, den Austausch der Fenster im Foyer sowie die Kontrolle und Sanierung der Fugen im Fassadenbereich. Darüber hinaus müssten diverse Dachanschlüsse im Bereich der Lichtkuppel im Hallendach geprüft werden, und auch eine neue Prallschutzwand im Bereich der ehemaligen Tribüne müsste erfolgen.

Der Einbau des neuen Sporthallenbodens mit einer Fußbodenheizung verband er mit Mehrkosten in Höge von rund 250 000 Euro. Insgesamt bezifferte Vogt die Kosten für die Sanierung im ersten Bauabschnitt (Stand heute) mit 1,344 Millionen Euro, worin die Kosten für die Elektrik, Heizung, Lüftung, Klima und Sanitärarbeiten enthalten seien.

Tribüne war nicht zu retten

Auf diese Arbeiten gingen Jürgen Issler (Issler-ETEC) und Frank Moosmann von der Firma econzept Energieplanung ein. Auch sie sprachen sich für den Einbau einer Fußbodenheizung in der Hochrheinhalle aus, weil dies technisch, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sei. Außerdem würden sich die Kosten hierfür in rund zehn Jahren amortisieren. Ebenso sei dies auch eine gute Voraussetzung für einen mittelfristigen Nahwärme-Anschluss beziehungsweise den Einsatz von Wärmepumpen. Die Fragen der Gemeinderäte betrafen indes die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen. Bürgermeister Benz sagte dazu, dass man für die Finanzierung auf den Gemeindeanteil am Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes zurückgreifen werde. Außerdem prüfe man aktuell verschiedene Fördertöpfe für energetische Sanierungen. Darüber hinaus würden noch Abklärungen mit der Gebäudeversicherung bezüglich einer anteiligen Kostenbeteiligung laufen.

Weitere Fragen betrafen auch die marode Tribüne, die ausgebaut wurde und nicht mehr verwendet werden kann. In diesem Zusammenhang will die Verwaltung mit den Vereinen und anderen Hallennutzern sprechen.

Zweiter Bauabschnitt

Im Hinblick auf den zweiten Sanierungsabschnitt, der zügig nach dem ersten Abschnitt erfolgen müsse, skizzierte der Bürgermeister einen Kostenrahmen in Höhe von 600 000 Euro. Davon betroffen sind Arbeiten im Innern des Foyers, die Toiletten im Untergeschoss der Halle, restliche Fenster und das Dach der Sozialräume.