Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat für die Pläne zur Sanierung der Ortsdurchfahrt der Mariazeller Straße gestimmt. Ende dieses Jahres könnten die Arbeiten beginnen.
Schon im Juli 2022 hatte der Ausschuss für Umwelt und Technik der Planung zur Sanierung der Mariazeller Straße zwischen Friedhof und Hardtstraße grundsätzlich zugestimmt. Inzwischen wurden die Pläne weiter ausgearbeitet und die notwendigen Förderanträge gestellt.
„An den Plänen hat es keine größeren Veränderungen gegeben“, berichtete Abteilungsleiter Tiefbau Konrad Ginter im Ausschuss: Um die Straße auch weiterhin als Umleitungsstrecke nutzen zu können, wurden Engstellen mit Bäumen vom Straßenbaulastträger Kreis abgelehnt, weshalb diese nicht mehr in den Plänen enthalten sind. Außerdem mussten aufgrund der Förderbedingungen Mindestbreiten für den Geh- und Radverkehr eingehalten werden.
Wie viele Parkplätze entfallen ist unklar
Dadurch müssten auch Parkplätze entlang der Strecke entfallen. „Da bisher das Parken ungeordnet auf der Straße erfolgte, ist es nicht möglich, die genaue Anzahl der entfallenden Plätze zu benennen. Es wurde aber versucht, eine ausgewogene Planung mit Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer zu erreichen“, heißt es in der Vorlage. Vorsorglich wies Ginter darauf hin, dass die Pläne im jetzigen Stadium nur mit erheblichem Aufwand geändert werden könnten und dass der dann notwendige Abstimmungsbedarf zu erheblichen Verzögerungen führen würde und sogar die Förderung der Maßnahme gefährden könnte.
Engpässe beim Personal
Aufgrund von Personalengpässen wünscht sich der Landkreis, dass die Stadt Schramberg die komplette Baumaßnahme abwickelt, also auch die Fahrbahnsanierung der Kreisstraße. Dafür übernimmt der Kreis die Baukosten in Höhe von 693 000 Euro in voller Höhe. Für die Umgestaltung der Seitenbereiche sind 1 200 000 Euro veranschlagt. Bei einer beantragten Landesförderung von 836 000 Euro verbleiben bei der Stadt Schramberg 364 000 Euro.
Vollsperrung nicht ausgeschlossen
Weil viele Leitungen für Gas, Wasser, Strom und Glasfaser neu verlegt werden müssen, rechnet Ginter mit einem Jahr Bauzeit. Ob die Straße während der Bauzeit voll oder nur halbseitig gesperrt werde, sei noch offen.
In der Aussprache fand Emil Rode (Freie Liste) es gut, dass das ungeordnete Parken stadteinwärts dann nicht mehr möglich wäre.
Mirko Witkowski (SPD/Buntspecht) wollte wissen, wo die Autos denn dann „in vertretbarer Entfernung“ abgestellt werden sollen. Ginter verwies auf die Plätze bei der Tennishalle oder in den Nebenstraßen. Und da der Platz für Radwege auf beiden Straßenseiten nicht ausreiche, werde es Radstreifen als Kompromiss geben.