Bei einem Rundgang durch das PGT haben Baubürgermeister Udo Hollauer, Olaf Holz vom Amt für Bauen und Service sowie Architekt Hans-Ulrich Kilian unserer Redaktion den Fortschritt der Sanierungsarbeiten präsentiert.
Noch ist beim Betreten des PGT nicht anzunehmen, dass ab Herbst dort wieder Schüler unterrichtet werden. Der Boden ist übersät von Kabeln, an allen Ecken wird gewerkelt. „Die Handwerker werden von oben nach unten aus dem Gebäude getrieben. Baustellen sehen bis kurz vor Schluss immer schlimm aus“, beruhigt Architekt Hans-Ulrich Kilian vom Architekturbüro „Kilian + Partner“. Besonders in den oberen Stockwerken trägt das neue Raumkonzept bereits Früchte.
Verkleidete Holzwände machen die tristen grauen Wände vergessen, je nach Stockwerk dominieren die Farben Blau und Lachsrot und auch der Aufzug im barrierefreien PGT ist zu sehen. Auch die künftige Mensa der Gymi- und Realschüler, die nun im Bereich der ehemaligen Turnhalle untergebracht ist, kann erahnt werden. Neu ist dort auch eine Bühne. Denn: Die Mensa ist gleichzeitig Veranstaltungstempel für ganz Albstadt und Teil der Hallenkonzeption der Stadt. „Explizit erwünscht sind auch außerschulische Veranstaltungen, die Atmosphäre ist toll. Ich bin überzeugt, dass die Räumlichkeit rege genutzt wird“, erklärt Baubürgermeister Udo Hollauer.
Realschule und Gymnasium wachsen zusammen
Raumkonzept Realschule und Progymnasium wachsen künftig zusammen. Nicht nur durch die Brücke zwischen den Gebäuden, sondern auch bezüglich fachspezifischer Räume. „Die Räume für Musik, Textiles Werken oder auch die Mensa sind für beide Schulen dieselben“, stellt Olaf Holz vom Amt für Bauen und Service das Pädagogische Konzept vor. Geschichte seien auch die strikte Trennung der Klassen nach Klassenzimmer. „Künftig gehen nicht mehr die Lehrer zu den Schülern, sondern die Schüler zu den Fachlehrern. Genutzt werden auch die breiten Gänge des PGT mit unzähligen Aufenthalts- und Lernecken.
Technik Die Digitalisierung hat mit der Sanierung ebenfalls Einzug gehalten. Statt auf Kreidetafeln wird auf Whiteboards geschrieben, Beamer ersetzen die alten Tageslichtprojektoren. Den Vorwurf, einen Protzbau geplant zu haben, wollen sich Hollauer, Holz und Kilian aber nicht gefallen lassen: „Die Decke ist das günstigste Modell, der Naturkautschuk-Boden absoluter Standard.“ Dennoch: Lehrer und Schüler können sich auf moderne Unterrichtsräume freuen.