An der Prozession am Pfingstmontag nehmen über 40 Christen teil. Pfarrer Fabian Schneider segnet die beiden Wegkreuze.
An Pfingsten feiern Christen die Entsendung des Heiligen Geistes und den Geburtstag der Kirche. In Wolterdingen feierten am Pfingstmontag die Gläubigen zwei Kreuzweihen.
Im größten Donaueschinger Stadtteil hinterlässt die heimische Landjugend der Nachwelt ihre Handschrift: Nach monatelangem Arbeitseinsatz der Engagierten erstrahlt das Ketterer-Kaspars-Kreuz an der Ecke Tannheimer- und Emil-Hauger-Straße in neuem Glanz. Ohne Einsatz der Landjugend hätte der Zerfall seinen Lauf genommen und der stumme Zeitzeuge wäre verfallen. Der stark beschädigte Sockel wurde saniert und auch das Kreuz selbst sowie die Christusfigur wurden erneuert und der Vorplatz hergerichtet.
Trotz großer Hitze
Etwas über 40 Gläubige begleiteten die Prozession, die von Pfarrer Fabian Schneider angeführt wurde, trotz der großen Hitze. „Dass ausgerechnet junge Menschen diese Arbeit auf sich genommen haben, ist ein großartiges und starkes Zeichen. Ihr seid das Licht der Welt“, waren Pfarrer Schneiders Segensworte an die anwesenden Landjugendmitglieder.
Der andere Segen galt dem Fromme-Kreuz am Roten Rain, Ecke Weiherweg. Das Glaubenssymbol wurde wegen eines persönlichen Anliegens gestiftet. 1941 erneuert und nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem es sehr beschädigt wurde, wieder repariert. Es diente früher als Stationskreuz bei Flurprozessionen. Vor etwa drei Jahren wurde das Kreuz durch ein rasant fahrendes Auto beschädigt. Zimmerermeister Ernst Zwick hat es im Auftrag des Schadenverursachers wieder hergerichtet.
Viele Jahre, bis zu seinem Tod, kümmerte sich Siegfried Farner um Blumenschmuck, jetzt die Familie Ringwald. Nach den beiden Segenzeremonien, mit musikalischer Begleitung, durften die Gläubigen schließlich noch mit einem Glas Sekt auf die feierliche Stunde anstoßen.