Die Arbeiten am Gebäude an der Alleenstraße in Schwenningen sollen im Sommer starten. Mindestens ein halbes Jahr lang müssen die Nutzer auf andere Stätten ausweichen.
Die Alleensporthalle, die in den 1980er-Jahren gebaut wurde, wird saniert. Aktuell wird sie von mehreren Schulen, der Hochschule Furtwangen University und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sowie Vereinen aus Villingen-Schwenningen genutzt.
„Wenn die Sanierungsarbeiten beendet sind, kann die Halle wie im bisherigen Rahmen genutzt werden“, erläutert Heike Frank, die Pressesprecherin des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Kreis ist Träger der Halle.
Die Planungen für die Sanierung, so erläutert sie weiter, seien „im vollen Gange“. Ein Teil der Arbeiten sei bereits beauftragt, in den nächsten Tagen finden demnach die Submissionen der übrigen Gewerke statt.
In den Sommerferien geht es los
Die Bauarbeiten sollen Ende Juli mit Beginn der Sommerferien starten. Geplant ist, dass sie bis Januar 2026 abgeschlossen sind, so dass die Halle „ab spätestens Februar 2026 mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres wieder genutzt werden kann“, so die Sprecherin.
Für die Dauer der Sanierung muss auf andere Hallen ausgewichen werden. Die Koordination hierfür liegt wiederum nicht beim Landkreis, sondern bei der VS-Stadtverwaltung.
Die Stadt koordiniert
Eine der Schulen, die die Halle nutzen, ist die David-Würth-Schule mit einigen Klassen im Schulsport. Diese werden nach den Sommerferien ausweichen müssen. Dafür müsste jeweils ein Zeitfenster in anderen, möglichst auch noch in in der Nähe der Schule gelegenen Hallen gefunden werden. Ob damit alles abgedeckt werden kann, ist derzeit noch offen. Womöglich muss in der Zeit der Sanierung auch die eine oder andere Sportstunde ausfallen. Die Koordination der Nutzung der Sportstätten obliegt der VS-Stadtverwaltung.
Auch die Gewerbeschule, die Georg-Müller-Schulen und die Feintechnikschule beziehungsweise das Technische Gymnasium nutzen die Alleensporthalle – und auch für sie wird derzeit für die Dauer der Sanierungsphase nach Ausweichmöglichkeiten gesucht, ebenso wie für die betroffenen Vereine.
Zeitfenster in der Bürkturnhalle
Um all das zu regeln, ist die Stadt laut Sprecherin Madlen Falke mit dem Landkreis im Austausch. So habe man für den Schulunterricht bereits Zeitfenster in der Bürkturnhalle angeboten. Ob Unterricht ausfallen müsse, könne noch nicht beurteilt werden. „Dies ist auch von den Unterrichtsplanungen für das kommende Schuljahr abhängig“, erklärt die Sprecherin.
Die Vereine, so ergänzt sie noch, können derweil in den umliegenden Hallen in Schwenningen und teils auch in Villingen untergebracht werden. „Dank der guten Kooperation der Vereine mit der Stadt und untereinander sowie der Bereitschaft der Vereine, in den Hallen auch etwas enger zusammenzurücken, ist der Vereinssport weiterhin möglich“, so die Sprecherin.
Wohin weicht der Hochschulsport aus?
Und wie sieht es mit dem Hochschulsport aus? Die Alleensporthalle wird hierfür von Montag bis Donnerstag, jeweils von 20.30 bis 22.30 Uhr, für verschiedene Sport-Angebote genutzt. Montags finden zwei Sportarten – Spikeball und Tischtennis – parallel in der Halle statt. Organisiert werden die Angebote von der Studierendenvertretung (StuV) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und der Hochschule Furtwangen University gemeinsam.
In den Sommerferien ist die Alleensporthalle regelmäßig geschlossen, entsprechen wird in diesem Zeitraum dort meist ohnehin nichts geplant. Erst im Herbst sind zum Beispiel an der DHBW VS in der Theorie-Phase wieder mehr Studierende vor Ort als während der Ferienzeit und nutzen das Sportangebot. Ob es auch für sie für die Dauer der Bauarbeiten eine Ausweichmöglichkeit geben wird, ist ebenfalls noch offen. Dazu stehen die StuV-Vertreter im Austausch mit der Stadt – und hoffen vorerst das Beste. „Auch den Hochschulen können für den Hochschulsport Alternativen angeboten werden“, versichert Sprecherin Madlen Falke auf Nachfrage.
Die Halle und ihre Sanierung
Geschichte
Die Alleensporthalle wurde im Schuljahr 1984/85 eingeweiht. Sie dient als Großsporthalle für die David-Würth-Schule, aber auch für weitere Nutzer. Sie befindet sich an der Alleenstraße. Beim großen Hagelunwetter wurde ihr Dach schwer beschädigt. 2010 wurde es im Nachgang komplett saniert.
Gebäude
Der Bau hat drei Hallenteile und eine Zuschauertribüne.
Das wird saniert
Sämtliche Oberlichtbänder im sogenannten Sheddach, die aus Polycarbonat-Stegplatten bestehen, sollen erneuert werden, ebenso wie ein Teil der senkrechten Verglasung. Außerdem wird eine neue Rauch- und Wärmeabzugsanlage eingebaut und der Sportboden in der Halle erneuert. Hier wird der alte Belag bis auf die Betonbodenplatten zurück- und ein neuer, flächenelastischer Boden aufgebaut. Die Schwingtore zu den Geräteräumen und die Prallwände werden ebenso erneuert wie die Heizungs-Hauptverteilung. Neu eingebaut wird eine Pufferspeicheranlage für eine mögliche Einbindung von Fernwärme. Komplett erneuert wird die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und auf dem Dach der Haustechnikräume wird eine Photovoltaik- Anlage mit circa 20 Kilowatt-Peak installiert.
Finanzierung
Für die Finanzierung hat der Kreis Fördergelder beantragt. 420 000 Euro wurden nun seitens des Landes-Kultusministeriums bewilligt. Insgesamt fördert das Land in diesem Jahr mit 17,3 Millionen Euro insgesamt 112 Sportstätten-Projekte der Landkreise, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg. Alle Anträge, die eingereicht wurden, wurden bewilligt.