Im Erdgeschoss werden Bürgerdienste angesiedelt sein. Bei einem Rundgang informieren Bürgermeister Michael Rieger (von rechts), Giovanni Costantino und Alexander Tröndle über die Rathausplanung im A. Maier-Gebäude. Foto: Stephan Hübner

ehemaligen A.Maier-Gebäude laufen derzeit die Vorbereitungen für den Umzug der Rathausbelegschaft auf Hochtouren. Wie es mit dem Gebäude nach der Rathaussanierung weiter geht, ist derzeit noch unklar.

Einblick in die aufwendigen Planungen für den Umzug der Rathausbelegschaft ins ehemalige A.Maier-Gebäude sowie die laufenden Umbauarbeiten gaben bei einem Rundgang Bürgermeister Michael Rieger, Stadtbaumeister Alexander Tröndle, der Leiter zentrale Steuerung und Dienste Giovanni Costantino und Tabea Epting von der Stabsstelle Stadtmarketing.

 

Die Stadt habe das Gebäude gleich gekauft als es auf dem Markt war, so Rieger. Ansonsten hätten Mitarbeiter in Container ziehen müssen. Die Anmietung anderweitiger Räume hätte laut Tröndle genau so viel gekostet wie der Kauf des Gebäudes.

Lange Planungsphase

Costantino verweist auf eine lange Planungsphase, weil man Mitarbeitern angenehme Räume bieten möchte. Die seien aber komplett anspruchslos und freuten sich einfach riesig auf das neue Rathaus. Ein weiteres Ziel war, Kosten und CO2-Verbrauch möglichst gering zu halten. So setzte man alle Hebel in Bewegung um Dinge wie Teppichfliesen oder Möbel gebraucht zu bekommen. Zudem wird Einiges aus dem Rathaus wiederverwendet, beispielsweise die Glasfront aus dem fünften Obergeschoss, die den Bereich für Bürgerdienste abtrennen soll. Neu eingebaute Holzwände oder -verschalungen nimmt der Zimmer nach der Rathaussanierung wieder mit um sie andernorts einzusetzen. Trotz 60-prozentiger Preissteigerung seit der ersten Kalkulation mit 1,4 Millionen Euro liege man deshalb bei nur knapp einer Million, so Tröndle. Das Regierungspräsidium sehe hier ein Leuchtturmprojekt.

Das ehemalige A.Maier-Firmengebäude wird derzeit für den Einzug der Rathausbelegschaft vorbereitet. Foto: Stephan Hübner

Laut Costantino werden alle Bürgerdienstleistungen im Erdgeschoss angeboten, die übrigen Mitarbeiter samt Bürgermeister werden in den oberen Stockwerken Platz finden. In dessen Büro steht, sicher nur zufällig, bereits eine Tür mit der Nummer „007“.

Sicher nur zufällig steht eine Tür mit der Ziffer 007 im künftigen Bürgermeisterbüro bereit. Foto: Stephan Hübner

Nötig sind jedenfalls diverse Umbaumaßnahmen in allen Stockwerken, beispielsweise wegen Brandschutz oder Unfallverhütung. Auch sind Kilometer an Strom- und Netzwerkkabeln zu verlegen. Den Umzug möchte die Verwaltung nutzen, um Neues auszuprobieren, zum Beispiel ein Ticketsystem für Besucher oder die Online-Terminvergabe. Was sich bewährt soll im sanierten Rathaus Anwendung finden.

Riesenchance für die Stadt

Was nach der Rathaussanierung mit dem A.Maier-Gebäude passiert, ist noch unklar. Sicher ist aber laut Rieger, dass die Stadt es niemals auf Dauer wird halten können. Das Ziel heißt also veräußern, wobei die Gemeinde als Eigentümer entscheiden kann, was passiert. Rieger kann sich Einkaufsmöglichkeiten im Erdgeschoss und Wohnungen im Obergeschoss vorstellen, verweist auf den Charme des Backsteingebäudes, den Ausblick über St. Georgen oder hohe, großzügige Räume in oberen Stockwerken. Das sei eine Riesenchance für die Stadt. Bereits Mitte Januar sollen alle Bauarbeiten für den Umzug im zweiten Obergeschoss abgeschlossen sein, bis zur Fasnet auch auf den Flächen für Publikumsverkehr.