Das Stahlgeländer und die rötlichen Kunstbetonpfeiler werden erneuert. Gerade die Pfeiler weisen nach knapp 40 Jahren deutliche Schäden auf. Foto: Sum

Das Geländer der Häberlesbrücke ist knapp 40 Jahre alt und nicht mehr im besten Zustand. Wegen erheblicher Schäden soll es nun erneuert werden. Die Sanierung kommt die Stadt günstiger als erwartet.

Schiltach - "Die Befestigungen sind lose und Wasser ist teils eingedrungen", erläuterte Bürgermeister Thomas Haas eingangs das Schadensbild. Die Arbeiten zur Erneuerung des Brückengeländers seien nun ausgeschrieben worden, übergab er das Wort an Stadt baumeister Roland Grießhaber.

Dieser ergänzte, dass die roten Brückenpfeiler mit Baujahr 1984 so beschädigt seien, dass die aufgesetzten Stracßenlampen teils gar nicht mehr richtig funktionierten. Auch das Stahlgeländer werde erneuert und dunkelgrau beschichtet. Im Zuge der Sanierung werde auch eine Hochwasserschutz-Maßnahme an der Mauer Richtung Hauptstraße vollendet.

Im Haushalt waren Gesamtkosten von 155.000 Euro für die Maßnahme eingeplant, erinnerte der Stadtbaumeister. Die Kostenberechnung vor der Ausschreibung fiel mit 175.000 Euro sogar noch höher aus. Doch es sollte anders kommen: Der günstigste Anbieter, das Unternehmen Stumpp Bau aus Balingen, lag mit 118 500 Euro deutlich darunter – und auch weit unter den drei anderen Anbietern, deren Angebote sich zwischen 162.100 und 166.600 Euro ansiedelten. Die Stadt habe sich die Auskömmlichkeit des Angebotspreises und die Ausführung gemäß den Ausschreibungsunterlagen nochmals bestätigen lassen, erklärte Grießhaber.

Arbeiten beginnen im September

Die Arbeiten sollen zwischen September und November erfolgen, beantwortete er die Nachfrage von Jürgen Haberer. Hans-Jörg Heinrich stutzte wegen des erheblichen Preisunterschieds: "Das Ergebnis kommt mir etwas komisch vor." Das Unternehmen habe eine eigene Abteilung für Brückenbau, beschwichtige Grießhaber, "ich denke, die wissen, was sie tun."

Und auch ein "altes" Thema brachte Heinrich wieder ins Spiel: Er regte an, im Zuge der Sanierung eine Vorrichtung für einen Weihnachtsbaum auf der Brücke zu installieren. Eventuell auf einem der beiden "Balkönchen", damit Fußgänger nicht behindert werden. Er spreche dabei nicht von einem "Zehn-Meter-Baum", entgegnete er auf Grießhabers Bedenken, dass das "statisch schwierig" sei. Auch Michael Buzzi wollte die Möglichkeiten für einen Weihnachtsbaum geprüft wissen. Einem Platz auf den "Balkönchen" erteilte Grießhaber direkt eine Absage: Diese Möglichkeit sei vor einigen Jahren bereits untersucht worden – "dort sind die Kräfte einfach zu groß". Der Bürgermeister versicherte, die Sache dennoch erneut untersuchen zu lassen. Wenn das Machbare "in der Größe eines Bonsais" liege, hätte sich das Ganze aber wohl erledigt.

Ulrich Kohler befand die Beleuchtung zu üppig und regte an, die Anzahl der Laternen pro Seite von vier auf drei zu reduzieren. Grießhaber wies daraufhin, dass dies aus Symmetriegründen problematisch werden könnte. Zudem wisse er nicht, ob in allen Pfeilern Leerrohre verlegt seien.

Einstimmig vergab der Gemeinderat schließlich die Arbeiten an Stumpp Bau.

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