Die Sanierung der Bachmauern entlang der L 405 von Schenkenzell nach Vortal soll in den Pfingstferien beginnen. Dann ist für sechs Monate mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Foto: Herzog

Die wegen Corona verschobene Sanierung der Bachmauern an der Kleinen Kinzig entlang der Landstraße 405 soll jetzt in den Pfingstferien losgehen. Bewohner der Ortsteile Vortal, Wittichen und Kaltbrunn müssen mit Einschränkungen rechnen.

Schenkenzell - In der gemeinsamen Sitzung des Gemeinde- und Ortschaftsrats informierte Bürgermeister Bernd Heinzelmann über die feste Absicht der Straßenbaubehörde des Landes als Baulastenträger. Bei dem bereits in 2019 geplanten Vorhaben handle es sich um drei schadhafte Bachmauern infolge von Setzungsbewegungen durch Straßendruck mit Längen von 32 Metern, 40 Metern und 60 Metern. Es bestehe dringender Handlungsbedarf.

Zwei Abschnitte, so Heinzelmann, befänden sich zwischen Schenkenzell und Vortal, beim Pumpwerk Mauresbühl gegenüber der Abzweigung ins Gewann "Gallenbach" und zwischen "Brestental" und Vortal. Der dritte Bereich befinde sich innerhalb Vortals gegenüber dem Anwesen Haus 83, schilderte der Bürgermeister. Während der sechsmonatigen Bauzeit von Mai bis Oktober müsse beim Straßenverkehr mit Einschränkungen in Form von halbseitiger Sperrung mit Ampelbetrieb, aber auch mit vollständiger Sperrung gerechnet werden. Letztere solle so kurz wie möglich gehalten werden.

Für den ÖPNV würden Lösungen erarbeitet. Es brauche eine gute Abstimmung für Rettungsfahrzeuge, die im Notfall durchkommen müssten, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, schilderte Heinzelmann, der die Baukosten im hohen sechsstelligen Bereich vermutet. Für die Gemeinde fällt kein Kostenanteil an.

Etappe der Deutschland-Tour

Nicht nur wegen der Sanierungsarbeiten an den Bachmauern wird es auf der L 405 zwischen Schenkenzell und Vortal Behinderungen geben. Nach Auskunft des Bürgermeisters führt eine Etappe der Deutschland-Tour für Rennrad-Profis am 28. August durch Schiltach, Schenkenzell und Vortal weiter nach Reinerzau, Schömberg und Freudenstadt zum Etappenziel Stuttgart. Die Etappe werde in Schiltach zwar beginnen, aber mit einem so genannten fliegenden Start auf der Bundesstraße 294 auf Höhe des Schlosshofs unterhalb der Schenkenburg richtig losgehen.

Für dieses Sport-Event im oberen Kinzigtal brauche es noch Streckenposten. Auch gebe es Pläne für Bewirtungsstationen entlang der Strecke. Die Vereine wüssten Bescheid, für ehrenamtliche Helfer werde es eine kleine Aufwandsentschädigung geben, stellte Heinzelmann in Aussicht.