Wasser sammelte sich im Boden des Gemeindehauses im Sulzer Teilort Renfrizhausen. Seit Juni wird saniert. Georg Neumann spricht über die Ursache und ab wann ein Ende in Sicht ist.
„Der Schaden war größer als gedacht“, berichtet Georg Neumann vom Wasser im evangelischen Gemeindehaus in Renfrizhausen. Er ist zweiter Vorsitzender im Kirchengemeinderat der Gesamtkirchengemeinde Mühlheim-Empfingen-Renfrizhausen.
Im Mai war im Gemeindehaus ein Wasserschaden festgestellt worden. Die Folge: Das Gemeindehaus konnte für Veranstaltungen und Treffen nicht mehr genutzt werden.
Damals hieß es, dass die Arbeiten Ende Juli fertiggestellt sein könnten. Sind Veranstaltungen wieder möglich?
„Leider nein“, verrät Neumann. Derzeit seien die Sanierungsarbeiten noch im Gange. Durch ein Leck in einem Zuleitungsschlauch der Spülmaschine sei Wasser unter den Boden gesickert. Dabei breitete sich das Wasser nicht nur in der Küche, sondern auch in anderen Räumen aus – darunter auch der Saal, in dem sonst die Veranstaltungen stattfinden, erzählt Neumann. Zirka 60 bis 80 Quadratmeter seien von dem Wasserschaden am Ende betroffen gewesen.
Arbeiten dauern noch an
Drei Wochen lang musste das Gebäude getrocknet werden. Denn: Die Wände rings herum waren feucht. „Die Nässe zog einen guten halben Meter hoch. Das hat man auch gesehen“, beschreibt er die Ausgangslage.
Zum Glück sei das Gebäude gegen Wasserschäden versichert. Nach einem Gutachten wurden von der Versicherung die entsprechenden Schritte eingeleitet. Die Unterschränke in der Küche wurden ausgebaut und Fliesen in der Küche entfernt.
Jeden Tag ein großer Eimer Wasser
Mit Entlüftungsrohren, die auch durch kleine Löcher im Parkett installiert wurden, wurde das Gebäude nach und nach getrocknet. „Man glaubt nicht, wie viel Wasser da raus kam“, zeigt sich Neumann überrascht. Jeden Tag hätten sie einen großen Eimer voller Wasser leeren müssen. Gegen Ende sei es dann weniger geworden. Aber klar sei auch: „Alles was zuvor reingetropft war, muss auf dem Weg wieder raus.“
Auch Tapeten mussten in Bodennähe entfernt werden, und ein Maler habe nach den Trocknungsarbeiten neu verputzt, tapeziert und gestrichen. Nun sei kaum ein Ansatz von neuer zu alter Tapete zu sehen, sagt der zweite Vorsitzende und ist hörbar mit den Arbeiten zufrieden. Das habe aber auch einige Tage gedauert. Jetzt komme noch ein Schreiner, der die abgebauten Schränke wieder einsetzt.
Ende noch nicht sicher
Durch Handwerkerferien derzeit sei bisher noch nicht ganz klar, ab wann das Gemeindehaus wieder wie gewohnt zur Verfügung steht. Mit den Arbeiten eines Bodenlegers, der den Parkett wieder versiegele, seien die Sanierungen abgeschlossen. Sie seien zuversichtlich, dass dies Mitte September, also nach den Sommerferien, möglich sein könnte, informiert Neumann.
Einige Veranstaltungen fallen weiter aus
Die Kosten für die Aufwendungen werden von der Versicherung übernommen, hieß es. Neumann schätzt den Schaden aber auf einen hohen vierstelligen Betrag oder gar noch höher. Das Erneuern des Spülmaschinenschlauchs sei dabei – ironischer Weise – die kleinste Reparatur gewesen.
Bis zur Wiedereröffnung werden Veranstaltungen, wie etwa der Konfirmanden-Unterricht, im Gemeindehaus in Empfingen stattfinden. Die beliebten Termine „Kaffeetasse“ und „Essenstreff“ werden bis zur Vollendung der Maßnahmen weiter ausfallen.