Bei der Sanierung der Sporthallen tauchten unerwartete Herausforderungen auf: Der Zeitplan war nicht zu halten. Foto: Cools

Absehbar wird es mindestens Frühling, bis der Sportbetrieb in den Sportstätten am Oberndorfer Rosenberg wieder stattfinden kann. Immerhin: Eine Art der Zwischennutzung hatte sich bewährt.

Nicht nur in der Öffentlichkeit regt sich Unzufriedenheit, auch der Verwaltung ist die Verärgerung am Dienstagabend anzumerken.

 

Die Arbeiten an den Sporthallen G1 bis G3 scheinen kein Ende zu nehmen. Aktuell hängt es an einem für den Sportbetrieb essenziellen Gewerk: Die Prallwände lassen auf sich warten.

Mängel addieren sich

Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Verzögerungen gegeben. Unlängst wegen der festgestellten Undichtigkeiten am Verbindungsdach. Deren Behebung war zwar kein großer Akt, musste aber auch gemacht sein, konnte aber erst nach Abbau des Gerüsts erledigt werden, und sinnvollerweise behebt man die Folgen der Undichtigkeit im Innenbereich erst, wenn außen dicht ist. Damit ist angedeutet, wie eine eher kleine Ursache den Zeitplan dehnen kann.

Zwischennutzung am Narrentag

Denn inzwischen hatte es ja gut ausgesehen. Als vor ziemlich genau einem Jahr die Freunde aus dem Viererbund und viele Tausend Besucher zu Gast in Oberndorf waren, diente die Halle zunächst als Konzertsaal für das Narrentag-Konzert, dann für die Bewirtung der hungrigen Fasnetsfans.

Gute Ernte auf dem Dach

Da war schon viel an Arbeiten erledigt, zwar nicht so viel wie ursprünglich geplant, aber immerhin. Und inzwischen ist auch die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach und liefert munter Energie – an einem guten Sommertag so viel, wie ein durchschnittlicher Einpersonen-Haushalt braucht.

Schlampig gebaut

Doch bis zur Fasnet 2024 und seither reiht sich ein Problem ans andere, wie Stephan Ruff von der Bauverwaltung ausführt. Nicht zuletzt eine mangelhafte Bauausführung in den 1960er- und 1990er-Jahren sorgte für unvorhergesehene Aufgabenstellungen.

Ruff betont am Dienstag, dass damit ausdrücklich nicht der Stand der Technik und der Vorschriften jener Zeit gemeint sind, die ebenfalls für Handlungsbedarf sorgen, sondern schlicht schlampig erledigte Aufträge.

Aufreibende Planungsfreigaben

Zu diesen gesellten sich, auch die, so hört man heraus, zähen Prozesse bei der Planungsfreigabe. Verzögerte Rückmeldungen erhöhen nicht nur den Aufwand, sondern ziehen den Bauprozess in die Länge. Das mit den Prallwänden befasste Unternehmen, die Zahl der infrage kommenden Anbieter ist bundesweit überschaubar, rechnet ab Planfreigabe, so berichtet Bürgermeister Matthias Winter, mit 15 bis 18 Kalenderwochen für die Produktion und sechs bis acht Wochen Kalenderwochen für die Montage.

Fertigstellung im Frühjahr

Planfreigabe war Ende Oktober 2024. Das bedeutet, dass sich die Fertigstellung bis ins Frühjahr ziehen wird – wenn nichts dazwischen kommt.