Die Gemeinde Jettingen will mehr als 2,7 Millionen Euro in die Sanierung der Brunnenstraße investieren. Foto: Geisel

Tiefbau: In der Brunnenstraße sollen Kanal- und Wasserleitungen sowie die Fahrbahn erneuert werden "Wir wollen dem Sanierungsstau in Jettingen auch weiterhin keine Chance geben", stellte Bürgermeister Hans Michael Burkhardt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats fest. Das Thema: die Sanierung der Brunnenstraße mit Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen.

Jettingen - Ingenieur Mark Mayer stellte dem Gremium die Maßnahme vor und zeigte anhand einiger Bilder, wie groß der Sanierungsbedarf ist. Betroffen ist der Abschnitt der Brunnenstraße vom Abzweig Gartenstraße bis zum Killesweg inklusive der Stiche im nördlichen Bereich.

Die Straße wurde bereits in den 1970er-Jahren gebaut. Der Kanal ist in einem schlechten Zustand, und an einigen Stellen gibt es Unterbögen. Eine Sanierung ist nur in offener Bauweise möglich. Die Wasserleitung – eine Gussleitung früherer Bauart – ist aufgrund geringen oder nicht vorhandenen Korrosionsschutzes anfällig für Rohrbrüche. Dazu kommen undichte Armaturen in den Wasserschächten und regelmäßiger Wasserverlust an den Schiebern. Die Wasserschächte sind nicht groß genug, was das Arbeiten im Schacht erschwert.

Unterbau instabil

Auch an der Straße besteht Handlungsbedarf. Zwischen den Abzweigen Gartenstraße und Forchenweg gibt es sichtbaren Sanierungsbedarf. Einige geflickte Schlaglöcher zieren die Strecke. Vom Forchenweg bis zum Killesweg sieht die Straße oberflächlich betrachtet gut aus, da die Decke vor etwa 20 Jahren saniert wurde. Allerdings ist der Unterbau mittlerweile teils instabil.

Ein weiteres Thema ist die Gasversorgung. Bis zur Kreuzung Baumäckerstraße gibt es bereits eine Gasleitung. Nun will die Netze BW in den nächsten Wochen eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für den restlichen Bereich bis zum Killesweg durchführen. Bei den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke soll das Interesse abgefragt werden. Dann wird sich zeigen, ob die Leitung weiter durchgezogen wird.

Straßenbeleuchtung wird angepasst

Darüber hinaus denkt Jettingen auch an das Glasfasernetz: Wenn die Straße schon geöffnet wird, werden auch gleich Leerrohre mitverlegt. Die Straßenbeleuchtung wird ebenfalls angepasst. Derzeit stehen die Lampen zu weit auseinander für eine gleichmäßige Ausleuchtung.

Insgesamt rechnet das Ingenieurbüro Mayer für Straßenbau, Kanalisation und Wasserversorgung mit Kosten in Höhe von etwas mehr als 2,7 Millionen Euro. Da die Brunnenstraße im Sanierungsgebiet Ortsdurchfahrt Oberjettingen liegt, können die Straßenbaukosten bezuschusst werden. Sofern das Land der erforderlichen Aufstockung der Mittel zustimmt, könnte sich die Förderung auf etwa 600 000 Euro belaufen. Der Gemeinderat stimmte geschlossen für die Beauftragung des Ingenieurbüros Mayer mit den Planungsarbeiten.

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