Bei knapp 7,24 Millionen Euro wird die Sanierung der Witthauhalle nach neuesten Zahlen landen. Der Baustart soll im Februar 2025 sein. Foto: Kost

Die in die Jahre gekommene Witthauhalle muss saniert werden, so viel steht fest. Aber in welchem Umfang? Das stellten zwei Planungsbüros dem Haigerlocher Gemeinderat vor. Und sie nannten auch neue Kosten.

Andreas Bürker von „buerohauser – Architekten“ aus Altensteig und Martin Westhauser vom Planungsbüro Westhauser aus Wurmlungen präsentierten dem Gemeinderat den aktuellen Planungsstand, der die Grundlage für die weitere Planung und den noch einzureichenden bautechnischen Zuschussantrag sein wird.

 

Planungen angepasst, um Kosten zu sparen

Dieser war gespickt mit Modifikationen und Einsparpotenzialen, damit man die immensen Sanierungskosten etwas drücken kann. Diese sind nämlich binnen weniger Jahre ganz schön in die Höhe geschossen.

Ging man im Oktober 2020 noch von 5,23 Millionen Euro für die Sanierung der Witthauhalle aus, lag die Kostenschätzung vom November 2023 schon bei knapp 7,83 Millionen Euro. Nachdem ein mit Gemeinderäten besetzter Bauausschuss im Februar dieses Jahres nochmals mit dem Rotstift über die Grobplanung gegangen war, landete das Projekt bei 6,99 Millionen Euro, also 833 000 Euro weniger – vorausgesetzt man setzt alle Einsparpotenziale um.

Rund 600 000 Euro sollen eingespart werden

Knapp unter der Sieben-Millionen-Grenze wird das Projekt letztendlich aber wohl doch nicht landen – sondern laut Bürker eher bei 7,24 Millionen Euro, was gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung immer noch eine Einsparung von knapp 599 000 Euro darstellt. Grund dafür sind unter anderem, dass man auf der Tennishalle aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses im April eine größere Photovoltaikanlage (67,2 statt 42,8 Kilowattpeak Leistung) installiert und man auf die Ersatzbeschaffung von Sportgeräten nicht verzichten will – deren Umfang aber deutlich höher ist als gedacht.

Oberlichter bleiben erhalten

Dagegen bleiben die alten Oberlichter auf der Witthauhalle erhalten, wodurch sich die Halle vermutlich im Sommer wie bisher aufheizt, was aber immerhin 174 000 Euro Einsparung bringt. Verzichtet wird auch auf die Erneuerung der beiden Trennwände, mit der die Sporthalle in eine Dreifeld-Halle aufgeteilt werden kann, was nochmals 98 000 Euro Kostenreduktion bringen dürfte. Auch auf den Austausch von Gläsern an Gebäudekörpern, die nicht unmittelbar zur eigentlichen Halle zählen, wird verzichtet. Die Sanierungskosten gliedern sich übrigens auf 6,91 Millionen Euro auf die Witthauhalle und 328 000 Euro auf die Tennishalle auf.

Zuschuss: 2,1 Millionen Euro

Der Gemeinderat nahm den Planungsstand zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Stadtverwaltung diesen zur baufachlichen Prüfung beim Zuwendungsgeber einzureichen. Insgesamt wurden der Stadt für die Hallensanierung 2,1 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt: knapp 1,74 Millionen aus einem Bundesprogramm und knapp 336 000 Euro aus dem Sportstättenbauförderprogramm 2022.

Das ist der weitere Zeitplan

Auch stimmte das Gremium einer weiteren Beauftragung des Objekt- und der Fachplaner bis Leistungsphase 5 zu. Der weitere Zeitplan: Ab Juni 2024 will man in die Werkplanung einsteigen, sodass die Ausschreibung der nötigen Gewerke ab September erfolgen kann. Die ersten Bauarbeiten sollen noch vor Ende Dezember vergeben werden. Baubeginn wäre laut dieser Marschroute dann im Februar 2025 und die Fertigstellung der Halle voraussichtlich im Sommer 2026.