Der Bauabschnitt bis zum Kreisverkehr soll nun nahtlos realisiert werden. Das beschloss der Gemeinderat bei vier Gegenstimmen. Für den Einzelhandel bedeutet das eine weitere Durststrecke.
Die Furtwanger Allmendstraße ist nun ein weiteres Jahr für den Verkehr gesperrt, da der nächste Bauabschnitt bis zum Kreisverkehr direkt anschließend realisiert werden soll. Beschlossen wurde dies im Rahmen der Beratungen zum Haushalt.
Alternativ diskutierte der Gemeinderat darüber, diesen Bauabschnitt zu verschieben, die Straße zwischendurch für etwa ein Jahr freizugeben und sie dann erneut zu sperren.
Haushalt entlasten?
Verschiedene Aspekte wurden diskutiert beim Haushaltsansatz für die Sanierung der Allmendstraße. Für den folgende Bauabschnitt vom Autohaus Siedle bis zum Kreisverkehr waren hier für dieses Jahr 550 000 Euro und für das folgende Jahr 500 000 Euro eingeplant.
Roland Thurner (UL) schlug vor, die Baumaßnahme zu verschieben und damit die Ausgaben in diesem Jahr um 550 000 Euro zu senken. Angesprochen wurde, dass die Belastungen für den Einzelhandel sehr groß sind. „Sie stehen an der Wand.“ Daher sollte man diese weitere Baumaßnahme, die noch einmal ein Jahr dauern wird, verschieben.
Betroffene Händlerin mit klarer Meinung
Manfred Kühne (CDU) macht allerdings deutlich, dass bei einer Verschiebung die folgenden Haushalte noch mehr belastet würden und damit eine Genehmigung des Haushalts dann infrage stehe.
Silvia Zirlewagen (CDU), die mit ihrem Getränkehandel selbst massiv von der Sperrung betroffen ist, forderte klar, diesen Bauabschnitt so schnell wie möglich abzuschließen und nicht noch einmal zu öffnen und wieder zu schließen. Nach den Einschränkungen durch die Pandemie wären das sonst drei Zeiträume, die den Einzelhandel belasten. Die Stadt sollte auf jeden Fall das Gespräch mit dem Landratsamt suchen, um eine Verbesserung in Sachen Parkplatz-Situation für den Einzelhandel zu erreichen.
Gespräch mit Landratsamt
Auch Bürgermeister Josef Herdner plädierte für erneute Gespräche mit dem Landratsamt, die Baumaßnahme aber sollte man zügig bis zum Kreisverkehr durchziehen.
Auch Heinz Guhl (SPD) befürwortete eine nahtlose Weiterführung. Dabei ergänzte Herdner, dass es vor allem um die Allmendstraße gehe. Wenn die gleichzeitige Sanierung „Auf dem Moos“ und der dortigen Brücke nicht ganz so schnell vorangehe, würde das den Betrieb der Allmendstraße nicht mehr beeinträchtigen.
Bei vier Gegenstimmen
Bei vier Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat die nahtlose Fortführung der Baumaßnahme in der Allmendstraße und in der Straße „Auf dem Moos“ und damit eine weitere Sperrung bis Frühjahr 2026.