Viel hat sich bereits getan auf der Baustelle am Hauptbahnhof Freudenstadt. Doch nun wurden unerwartete Schäden entdeckt.
Die Deutsche Bahn (DB) saniert derzeit den Freudenstädter Hauptbahnhof. Deutliche Fortschritte sind am historischen Bahngebäude zu erkennen. So präsentiert sich der Ostteil nun in einem gelben Farbton. Die Fensterläden wurden in einem dezenten Grün gestrichen.
Auch wurden große Teile des Ostteils mit neuen Ziegeln und einer Dämmung versehen. Laut der Pressestelle der DB konnten die Fachwerkwände zur Wartehalle bereits ertüchtigt werden. Lediglich die Holzschindeln an dieser Wand fehlen noch. Sie sollen bis Ende November angebracht werden.
Die Wartehalle ist inzwischen wieder vorzeigbar. Klemmende Eingangstüren gehören der Vergangenheit an. Von beiden Eingangsseiten öffnen und schließen sich jetzt zur Freude der Fahrgäste automatische Türen. Mittig in der Wartehalle wurden acht solide Sitzbänke aufgestellt.
Blick in die Vergangenheit per QR-Code
Einen dezenten Farbanstrich mit Schwarzwaldmotiven bekamen die Wartehalle und das Reisezentrum. Das Gestell mit historischen Bildern, die einst Bahnhistoriker Rudolf Meintel zusammengestellt hatte, finden Bahnreisende in der Halle nicht mehr vor.
Der Nachwelt bleiben die Motive dennoch erhalten. Neben dem Eingang des Zeitschriftengeschäfts Eckert wurde eine digitale Bilderwand installiert. Hierüber können Interessierte spannende Zeiten des Hauptbahnhofs über einen QR-Code abrufen. Auch auf der Homepage der Stadt Freudenstadt unter der Überschrift „Zugverkehr in und um Freudenstadt“ informiert Meintel.
Schäden am Fachwerk
Aufwendiger als gedacht haben sich laut Pressestelle die Baumaßnahmen am Westteil des Hauptbahnhofgebäudes entwickelt. Aufgrund unerwarteter umfangreicher Schäden am Fachwerk verzögern sich die Bauarbeiten im Westteil.
Die Deutsche Bahn prüft nun genau, wie mehrere tragende Fachwerkhölzer ersetzt werden können. Darüber hinaus lässt die Bahn aktuell die Bau- und Statikpläne anpassen und bereitet die nächsten Ausschreibungen vor.
Voraussichtlich können die eigentlichen Arbeiten am Fachwerk im Frühjahr 2026 fortgesetzt werden. „Anschließend geht es mit dem Dach und der Fassade weiter“, teilt eine Bahnsprecherin mit.
Dach bleibt vorerst provisorisch gesichert
Da im Winter keine Bauarbeiten stattfinden, wurde das Gerüst am Westteil wieder abgebaut, damit keine unnötigen Kosten entstehen. Sobald die Arbeiten fortgesetzt werden, wird das Gerüst wieder aufgebaut. Das Dach bleibt in der Zwischenzeit provisorisch gesichert. Es schützt das Gebäude im Winter zuverlässig.
Bis 2026/2027 soll das historische Bahngebäude denkmalgerecht saniert und technisch auf den neusten Stand gebracht werden. Die DB investiert dafür 3,5 Millionen Euro, um Reisenden eine verbesserte Aufenthaltsqualität zu bieten und gleichzeitig die historische Architektur des Gebäudes zu erhalten.