Lernen in einem alten Fabrikgebäude? Die Grundschule Egenhausen bezieht in diesen Tagen ein ungewöhnliches Interimsgebäude. Wie schaut es dort kurz vor Einzug aus?
Wenige Tage vor dem Einzug fand in der Interimsschule Egenhausen die öffentliche Begehung statt. Die Schüler, Eltern, Lehrer und der Gemeinderat konnten zum ersten Mal die neu sanierten Räume im Wolf-Gebäude bestaunen.
„Vor zwei Stunden ist der letzte Bauarbeiter gegangen“, lacht Architekt Friedrich Großmann. Sogar am Morgen des Begehungstags wurde auf der Baustelle der Schule noch gearbeitet.
Das Einzige was bautechnisch noch fehle seien die Türen, meint Großmann. Diese füge man im Laufe der Woche noch hinzu. Auch die Möbel werden in der ersten Schulwoche Stück für Stück umgezogen, bisher ist das Gebäude noch größtenteils leer.
Deshalb werde in der Grundschule in der ersten Woche zunächst ein reduzierter Schulbetrieb und eine Notbetreuung stattfinden, so lange die Bauarbeiter die letzten Maßnahmen durchführen, sagt Schulleiter Andreas Schrade.
Riesen-Fortschritt in nur drei Monaten
Erst Ende November habe die Gemeinde die Baugenehmigung für die Interimsschule erhalten, erzählt Egenhausens Bürgermeister Sven Holder. In dieser vergleichsweise kurzen Zeit hat sich das verlassene Wolf-Gebäude in eine komplett neue Schule verwandelt.
Auch seit der letzten Begehung der Redaktion im Januar hat sich einiges geändert. Die Wände der Aula sind nun fertig verputzt, und auch der Boden wurde komplett erneuert. Die Toiletten im Erdgeschoss sind jetzt mit Kabinen ausgestattet.
In allen Klassenzimmer ist nun der Teppichboden fertig verlegt und auch Bänke, Whiteboards und einzelne Bücherregale stehen bereits in den Zimmern. Auch die geplante Küche im Obergeschoss wurde mittlerweile eingebaut.
Eltern und Lehrer sind zufrieden
„Hoffentlich wollen die Kinder später wieder zurück“, lacht eine befragte Mutter. Besonders die anliegende Pferdekoppel, könnte für die Kinder ein Highlight werden, meint sie. Und auch die Lehrer sind zufrieden.
Als sie das Gebäude im November begangen hatte, habe sie nie gedacht dass die Schule rechtzeitig fertig werde, berichtet Lehrerin Jasmin Illiger. Es sei zu Beginn eine „absolute Baustelle“ gewesen, bei der die Kabel von der Decke hingen, meint sie.
Umso glücklicher sind alle jetzt, dass vom 11. bis zum 13. Februar noch vor den Faschingsferien in die neue Übergangsschule eingezogen werden kann. „Egenhausen hält zusammen, ich denke so kann man das Projekt zusammenfassen“, sagt Bürgermeister Holder.