Der Gemeinderat votiert für die Sanierung der Butschhofstraße im Jahr 2027. Die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr fallen dadurch kurz aus. Foto: Bombardi

Der Dauchinger Gemeinderat hat den Weg für die Sanierung des südlichen Abschnitts der Butschhofstraße freigemacht.

Die Haushaltsberatungen für das Jahr 2027 fallen kurz aus. Der Bau des geplanten Ärztehauses auf dem Dorfplatz und der nun mit einer Gegenstimme von Frank Merten getroffene Gemeinderatsbeschluss pro Erweiterung und Sanierung des südlichen Bereichs der Butschhofstraße ohne Aufwertung der Trasse lassen für das kommenden Jahr keine weiteren Investitionen mehr zu. Auf diesen Umstand verwies Bürgermeister Torben Dorn, der beide Maßnahmen als zukunftsweisend für die Gemeinde einstuft.

 

Der Gemeinderatsbeschluss zur städtebaulichen Aufwertung kommt einer Komplettsanierung der Butschhofstraße gleich, deren Sanierung im nördlichen Teil bereits beschlossen ist. In der Sanierung inbegriffen sind auch die komplette Erneuerung der Wasserleitung und die Mitverlegung eines Leerrohrpakets für die Breitbandversorgung.

Rainer Christ von den planenden BIT-Ingenieuren skizzierte die Maßnahme, deren Angleichung an den ersten Bauabschnitt unter anderem eine erhöhte Versorgungssicherheit und ökologische Gestaltungsmöglichkeiten mit sich bringt. Christ ergänzte, dass der Zustand der Schmutzwasserkanalisation und die Sanierungsoption mittels Inliner noch zu überprüfen ist.

Optische Aufwertung im Kreuzungsbereich?

In finanzieller Hinsicht den größten Unterscheid gegenüber der Sanierung im nördlichen Teil betrifft die Förderung, die im nördlichen Teil mit Zuschussmitteln in Höhe von 60 Prozent über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ und im südlichen Teil mit 300.000 Euro aus dem Sondervermögen des Bundes finanziert wird, das der Gemeinde rund 2,7 Millionen Euro zusicherte.

Mathias Schleicher appellierte aufgrund schlechter Erfahrungen den Straßen- und Gehwegbelag ohne gepflasterte Abschnitte zu gestalten. Eher verhalten äußerte er sich zu Neugestaltungen wie Bauminseln. Diese sollten auf den Verkehr entlang der gerne als Umleitungsstrecke genutzten Butschhofstraße nicht störend wirken.

Günther Haffa (UB) bemerkte, dass es sich eine optische Aufwertung vor allem in den Kreuzungsbereichen mit Pflaster vorstellen kann. Das Sondervermögen, das der Bund den Gemeinden bereitstellt, bezeichnete er als eine Aufforderung, um Schulden zu machen. Frank Merten (UB) erachtete eine optische Aufwertung aufgrund der Nähe zur Schule als unerlässlich.

Umgestaltung des Verkehrskonzepts angeregt

Für Jürgen Laufer (FW) erfordert der schlechte Straßenzustand eine Komplettsanierung. Laufer schlug vor, die Kreuzungsbereiche und Gefahrenstellen anstelle der kontrovers diskutierten Bepflasterung mittels einer sichtbaren Fahrbahnmarkierung hervorzuheben. Günter Klotz (UB) regte in Zusammenhang mit der Sanierung eine Umgestaltung des Verkehrskonzepts unter Berücksichtigung der kritischen Situationen an.