Bürgermeister Michael Schmitt (links) und Bauamtsleiter Patrick Lutz freuen sich darüber, dass die Baumaßnahmen an den Sanitäranlagen in der Froschberghalle in Brigachtal so gut geklappt haben. Foto: Anna-Sophie Zepf

Nach monatelanger Sanierung sind die neuen Sanitäranlagen in der Froschberghalle in Brigachtal fertig. Moderne Optik, mehr Komfort – und eine unerwartete Änderung überraschen.

Die neuen Sanitäranlagen im Foyer der Froschberg in Brigachtal sind inzwischen fertiggestellt – und es gibt erhebliche Veränderungen. Wie diese aussehen und wo es Probleme gab – das zeigten Bürgermeister Michael Schmitt und Bauamtsleiter Patrick Lutz im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangenen Donnerstag.

 

Es riecht nach frischer Farbe im Foyer der Froschberghalle: Denn erst am Mittwoch seien die neuen Sanitäranlagen fertiggestellt worden, berichtet Lutz. Geputzt wurde erst am Donnerstagmorgen, fügt er schmunzelnd hinzu.

„Wir wollten alles auf den neusten Stand bringen“, erklärt Schmitt den Grund für die Umbaumaßnahmen. Etwa drei Monate habe die Sanierung der über 50 Jahre alten Anlage gedauert.

Dabei habe man sich für die teurere Sanierungsvariante „Maxi“ entschieden, da die Anzahl der vorhandenen WCs gerade bei Großveranstaltungen doch recht knapp bemessen gewesen sei, erläutert Lutz.

Erweiterung der Bestandstoiletten

Die Bestandstoiletten wurden daher um vier Stück erweitert – zwei im Männerbereich und zwei im Frauenbereich. Mit nun sechs WCs bei den Damen hoffe man, Schlangen bei den Veranstaltungen deutlich verkürzen zu können.

Bei den angesetzten Kosten von 181 000 Euro für die Umbaumaßnahmen der „Maxi-Variante“ habe man allerdings nicht bleiben können, so der Bauamtsleiter. Die Trockenbau- und Fliesenarbeiten seien teurer gewesen. Die Fliesen können einem zudem bekannt vorkommen, meint Lutz – dieselben seien auch im Dorfhaus verbaut.

Probleme beim Rückbau der Wände

Zusätzlich habe es Probleme beim Rückbau der Wände gegeben, die sich ebenfalls auf die Kosten ausgewirkt hätten. Die Betonwände seien teilweise stark ineinander verkeilt gewesen, führt er die Probleme des Umbaus weiter aus.

Auch für Kinder gibt es nun ein Urinal in der Froschberghalle in Brigachtal. Foto: Zepf

In einem Rutsch wurden auch die Trinkwasserleitungen der Duschen gemäß den gesetzlichen Vorgaben auf den neusten Stand gebracht. Eine andere neue Besonderheit, – die sofort ins Auge sticht – sei das neue Kinderurinal im Herren-WC, dass es zuvor nicht gegeben habe, erklärt Lutz.

Neu sei ebenso die Beleuchtung – und dass nicht nur in den Toiletten, sondern auch im Foyer. Mit einer zeitgemäßen Optik und Bewegungsmeldern würden diese etwas hermachen, stellt der Bürgermeister fest.

In letzter Minute entschieden

Dass die Piktogramme außerhalb der Toiletten an der Wand stehen, habe Lutz noch in letzter Minute entschieden, erklärt er. Da die Türen der WCs meistens offen stünden, erkenne man die Beschilderung nicht auf den ersten Blick. Daher wurden die kleinen Abbildungen links von der jeweiligen Tür sichtbar platziert.

Die Piktogramme an den Sanitäranlagen in der Froschberghalle in Brigachtal wurden extra neben der Tür angebracht. Foto: Zepf

Eine gravierende Änderung gebe es allerdings, die sich – womöglich erst bei der nächsten Fasnetsveranstaltung – als Problem herausstellen könnte, meinen Lutz und Schmitt schmunzelnd.

Das Männer-WC hat nun mit dem Frauen-WC die Plätze getauscht, damit die oftmals lange Schlange vor der Damentoilette nicht die Küchentüre blockiere, so wie das zuvor schon der Fall gewesen sei. Nun wird sich zeigen müssen, ob die Feierwütigen auch im Rausch die richtige Türe finden.