Die Dachsanierung des Bauhofs ist unumgänglich. Im gleichen Zug soll das Gebäude erweitert und modernisiert werden.
Grünes Licht für die Sanierung des Bauhofs gab es am Dienstag in der Gemeinderatssitzung in Bad Rippoldsau-Schapbach. Einstimmig votierten die Räte für den Baubeschluss.
Das Planungsbüro Fischer wurde mit den Planungsarbeiten beauftragt. Die Kosten hierfür werden auf etwa 36 500 Euro geschätzt, inklusive Gutachten. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen rund 1,9 Millionen Euro brutto.
Asbesthaltige Wellplatten
Die bereits bewilligten Fördermittel aus dem Ausgleichsstock beziffern sich auf 820 000 Euro. Hinzu kommen Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in Höhe von 173 025 Euro. „Wir können den Verantwortlichen nur danke sagen“, freute sich Bürgermeister Bernhard Waidele über die positive Förderkulisse.
Das Dach des 1979 erbauten Gebäudes ist mit asbesthaltigen Wellplatten eingedeckt und seit Jahren an mehreren Stellen undicht. Die im Laufe der Zeit angefügten Ergänzungen entsprechen ebenfalls nicht mehr den Anforderungen. So platzen laut Waidele die Büroräume „aus allen Nähten“ und die sanitären Anlagen mit nur einer Toilette erfüllen die gesetzlichen Vorgaben nicht.
Außerdem sei die Halle zur Lagerung von Material und zum Einstellen von Fahrzeugen und Maschinen bei den zwischenzeitlich gewachsenen Aufgabenbereiche der Gemeinde zu klein geworden. „Aufgrund des Platzmangels sind mehrere Geräte und Maschinen in zum Teil privaten Gebäuden untergebracht“, stellte Waidele fest.
Erweiterung der Halle
Deshalb soll die Halle durch einen Anbau in Holzkonstruktion erweitert werden. Bei dem maroden Dach ist eine Neueindeckung mit gedämmtem Sandwich-Trapezblech vorgesehen. Umstrukturiert und erweitert werden sollen auch die Sozial- und Sanitärbereiche. Zudem soll ein weiterer Büroraum entstehen.
In der Kostenschätzung enthalten ist der Neubau einer Photovoltaikanlage (392 000 Euro) zur Versorgung des Gebäudes mit regenerativer Energie. Zudem ist der Einbau von E-Ladestationen geplant. Derzeit wird laut dem Bürgermeister gemeinsam mit dem E-Werk ausgelotet, inwiefern der mit der Photovoltaikanlage gewonnene Strom auch für die Nahwärmepumpe genutzt werden kann. Unter anderem werde sondiert, ob die Netze des E-Werks genutzt werden können oder im Rahmen des Radwegausbaus eigene Leitungen verlegt werden.
Kaskaden-Speicher angedacht
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung soll im Oktober vorliegen, teilte der Bürgermeister auf Nachfrage von Kurt Schmieder (CDU) mit.
Fraktionskollege Bruno Armbruster gab zu bedenken, dass die Photovoltaikanlage am wenigsten Energie liefere, wenn am meisten gebraucht wird – im Winter. Es sind laut Waidele Kaskaden-Speicher angedacht, und die Problematik fließe in die Betrachtungen mit ein. Die Photovoltaikanlage wäre Bestandteil des Eigenbetriebs Gemeindewerke.