Das neue Außenbecken der Siebentäler Therme im Rohbau Foto: Dietmar Glaser

Das Interesse an der Siebentäler Therme ist nach wie vor sehr groß. Auch von außerhalb kamen die Gäste, um sich bei den Baustellenführungen über die Sanierung zu informieren.

Das Interesse an einer Baustellenführung durch die Siebentäler Therme war groß: 45 Personen kamen am Samstagmorgen, weitere 40 am Samstagnachmittag. Sie sahen dass jetzt in der Eingangshalle, im Saunabereich, bei den Umkleiden und den Sanitäranlagen, die auf den Rohbau zurückgebaut waren, Neues entsteht.

 

Ein neues Außenbecken ist betoniert. Ein Anbau zur Erweiterung der Saunalandschaft und der Technik ist fast winterfest. In bestehenden Räumen wurden neue Wände gemauert, andere herausgenommen. An allen Decken werden zurzeit Lüftungskanäle verlegt.

Sitzecke wird zu Thermenshop

Thermenleiter Jens Walter, seit 45 Tagen im Dienst, befeuerte die Neugierde der Teilnehmer an den Führungen. So erklärte er, dass eine Schindelwand im Eingangsbereich entstehen werde, die Bezug zum Schwarzwald habe.

Thermenleiter Jens Walter (links) erklärt, wie der erweiterte Saunabereich der Siebentäler Therme aussehen wird. Foto: Dietmar Glaser

Eine ehemalige Sitzecke werde zum Thermen-Shop. Vor der Glasfront zum Beckenbereich entsteht der neue Empfangstresen. Gleich danach wird man die Besucherströme in Restaurant-, Thermen- und Saunabereiche lenken.

Gastronomie soll Attraktivität erhöhen

Der Gastronomiebereich ist ebenfalls neu und ein wesentliches Element zur Erhöhung der Attraktivität des Bades. Er kann nach seiner Fertigstellung unabhängig von einem Thermenbesuch erreicht werden und steht auch Saunagästen zur Verfügung.

Die Ausschreibung für Warm-, Kalt- und Spülküche, sowie Lager und Kühlhaus sei fast fertig, erklärte der Thermenleiter.

Saunabereich erhält größte Veränderungen

Die größten Veränderungen konnte er im Saunabericht präsentieren. Ein Anbau schafft Platz für zwei Niedertemperatur-Saunen, ein Tauchbecken und einen Ruhebereich. Das Dach des Anbaus wird zur Außenterrasse mit weitem Blick auf die Schweizer Wiese.

Im bestehenden Gebäude entstehen ein gläsernes Dampfbad, Kalt- und Erlebnisduschen sowie eine große Aufguss-Sauna mit Panoramablick für 20 Personen um einen frei stehenden Ofen.

Saunagarten unter altem Baumbestand

Was den Besuchern bereits vor Augen geführt werden konnte, war ein erweiterter Saunagarten unter altem Baumbestand. Und dort soll auch eine Außensauna mit Option für eine weitere Sauna entstehen.

Nicht vorenthalten wurde den Interessenten der Technikkeller mit Filtern, Pumpen und kilometerlangen Rohren. Hier wird möglichst wenig verändert. „Allerdings hat Brandschutz keinen Bestandsschutz“, erklärte Jens Walter vor einer neu errichteten Brandmauer.

Und auch ganz oben, auf dem Dach spielt sich noch einiges ab, erklärte er. Eine neue Dämmung und Dachhaut, Lüftung, Rauchabzugsklappen und Blitzschutz sind dort die Themen. Der über einstündige Rundgang beeindruckte. „Ich bin extrem begeistert“, sagte Torsten Ebner aus Loffenau. Ihn überrasche der massive Eingriff in die bestehende Substanz.

Enttäuscht war er, dass das Thema Energie – Stichwort Photovoltaik und Solarthermie – bei dieser Baumaßnahme nicht berücksichtigt werde. Sein größtes Lob als regelmäßiger Besucher der Siebentäler Therme zielte auf den Betrieb: „Das Personal in der Sauna war perfekt – so familiär!“.

Auch Konstanze Bürkle lobte nicht die Baustelle, sondern sagte: „Dass die Sauna auch am Sonntag bis um 22 Uhr auf war, war klasse und nirgends sonst in der Umgebung.“

Eine langjährige ehemalige Mitarbeiterin der Therme wollte nicht mit Namen genannt werden. Sie schwärmte: „Den neuen Saunabereich stelle ich mir wunderschön vor. Dieses Bad erhöht die Lebensqualität und fördert die Gesundheit aller Herrenalber. Sie sollten auch kommen, wenn alles fertig ist.“