Die Altensteiger Hohenbergschule wird derzeit generalsaniert. Foto: Manuel Virág

Die Altensteiger Hohenbergschule wird derzeit generalsaniert. Im kommenden Schuljahr soll das Gebäude bereits bezogen werden. Das Projekt wird jedoch teurer als gedacht.

Für die Hohenbergschule Altensteig ändert sich dieses Jahr einiges. Die Werkrealschule wird mit der Friedrich-Boysen-Realschule zusammengelegt, und bekommt ein neu generalsaniertes Schulgebäude. Bei der Sanierung gab es bisher jedoch unerwartete Herausforderungen.

 

Seit Oktober 2024 wird die Schule bereits saniert. Das neue Gebäude solle vor allem Raum für Begegnungen unter den Schülern und mehr Barrierefreiheit bieten, erklärt Altensteigs Hochbauamtsleiter Andreas Bayer.

Aus zwei Komplexen wird einer

Bisher war das Gebäude durch eine Wand in zwei Abschnitte geteilt. Außerdem trennte eine Grünfläche den vorderen und hinteren Teil des Gebäudekomplexes. Wer vorher zwischen den Schulstunden das Klassenzimmer wechseln musste, hatte einen umständlichen Weg um das Schulgebäude vor sich.

Wo damals eine Grünfläche den vorderen und hinteren Teil des Gebäudes trennte, entstehen jetzt gemeinsame Flure. Foto: Manuel Virág

Anstelle der Flächen unter freiem Himmel wurden nun Flure gebaut und die trennenden Wände eingerissen. Dadurch sind nun beide Gebäude miteinander verbunden und die Schüler können direkt von einem Klassenzimmer ins nächste laufen.

Außerdem entstehen in den Fluren Gemeinschafts- und Lernabteile, in denen die Schüler Gruppenaufgaben bearbeiten oder gemeinsam die Pausen verbringen können.

Auf dem Schulhof entsteht künftig ein „grünes Klassenzimmer“, in dem die Schüler die Möglichkeit haben, unter einem Platanendach an der frischen Luft zu lernen.

Neue Fenster und ein Aufzug

In den Klassenzimmern wurden die alten Fenster bereits durch neue ausgetauscht. Auch die Wände sind stellenweise schon fertig verputzt, an der Elektrik wird weiterhin gearbeitet.

Für die Barrierefreiheit bekommt das Schulgebäude einen neuen Aufzug, der Aufzugsschacht im Treppenhaus steht bereits.

Anders als bei der Sanierung der Altensteiger Musikschule sind die Heizkörper in der Schule noch gut intakt. Und auch mit dem Denkmalschutz muss sich Bauleiter Bayer dieses Mal nicht herumschlagen. Ganz ohne Herausforderungen ging aber auch hier nicht voran.

Giftige Schadstoffe: Das Projekt wird etwas teurer als geplant

Für die Sanierung waren ursprünglich 6,3 Millionen Euro vorgesehen. Derzeit liege das Projekt bei etwa sieben Millionen Euro, sagt Bayer. Grund dafür seien vor allem giftige Schadstoffvorkommen an Stellen, die nicht vorhersehbar waren, erklärt er. Gerade mit dem hochgradig krebserregenden Baustoff Asbest hatte die Baustelle viel zu kämpfen.

Für die Barrierefreiheit wird es künftig einen Fahrstuhl in der Schule geben. Foto: Manuel Virág

Außerdem habe es einen Fehler bei den Bestandsplänen der Leitungen gegeben. Diese seien nicht so verbaut gewesen wie auf den Plänen angegeben, meint Bayer. Dadurch musste komplett neu umgeplant werden.

Bei dem geplanten Umbau des Schulhofs wartete auf die Bauarbeiter ebenfalls eine Überraschung; die Asphaltdecke sei viel zu dünn für die eingeplante Regenwasser-Abflussanlage gewesen, erzählt der Bauamtsleiter.

Alles noch im Rahmen

Dennoch seien die Mehrkosten noch im Rahmen, findet Bayer. Bei so einem großen Bauprojekt sei es nicht ungewöhnlich, dass die Baukosten etwas über der geplanten Summe liegen.

Trotz der ganzen Herausforderungen ist das Projekt weiterhin im Zeitplan, und kann voraussichtlich im nächsten Schuljahr bezogen werden.