Ein Aktivposten in der Höfener Eröffnungsbilanz ist das schmuck sanierte Rathaus. Foto: Helbig

Die Höfener Ringleitung wird saniert und die Wasserversorgung somit sicherer. Und vom 4. Mai bis zum 18. September soll die Stützmauer entlang der B 294 saniert werden.

Die Höfener Haushalte werden über zwei Versorgungszonen mit Trinkwasser versorgt. Eine früher bestehende Ringleitung war schadhaft und wurde stillgelegt.

 

Um die Sicherheit der Wasserversorgung zu verbessern, soll die Leitung nun saniert und wieder in Betrieb genommen werden. Dies hat der Gemeinderat in der Sitzung am Montag einstimmig beschlossen.

Ein Neubau der 125 Meter langen Wasserleitung zwischen den Anschlussschächten Freibad und Schönblickweg in konventioneller Bauweise würde umfangreiche Erdarbeiten erfordern.

Wie Planer Thomas Müller von der Lindschulte Ingenieurgesellschaft (vormals Wald & Corbe) vorschlug, soll stattdessen ein gewebeverstärkter Kunststoffschlauch in das bestehende Rohr eingezogen werden.

Auch die beiden Schachtbauwerke müssen saniert und auf den Stand der Technik gebracht werden. Der Schacht beim Freibad soll druckwasserdicht mit hydraulischer Ausrüstung komplett neu gebaut werden. Auf Anregung von Feuerwehrkommandant Thomas Braune, soll hier auch ein Überflurhydrant installiert werden.

Nach Schätzung des Büros könnte die Sanierung 359.155 Euro kosten. Genauere Zahlen ergäben sich erst im Rahmen der weiteren Planung.

Müller skizzierte den Zeitplan: Entwurfsplanung bis Ende Mai, Ausschreibung Ende Juli, Vergabe der Arbeiten Mitte September, Bauzeit zehn bis zwölf Wochen und Fertigstellung voraussichtlich im Februar 2027.

Eröffnungsbilanz erstellt

Weiteres Thema war die Feststellung der Eröffnungsbilanz der Gemeinde. Wie Kämmerin Lena Rehklau erläuterte, musste die Gemeinde im Rahmen der Umstellung auf das neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) auch eine Eröffnungsbilanz erstellen. Ergebnisrechnung, Finanzrechnung und Bilanz sind die drei Säulen des NKHR. Für die Bilanz mussten alle Vermögensgegenstände der Gemeinde erfasst und bewertet werden. Auf der Aktivseite stehen etwa der Höfener Gemeindewald mit 5,5 Millionen Euro und bebaute Grundstücke wie Rathaus, Kindergarten und Halle mit 3,1 Millionen Euro. Auf der Passivseite das Eigenkapital mit rund 16,1 Millionen Euro und die Verbindlichkeiten mit 2,3 Millionen Euro. Der Gemeinderat stellte die Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1. Januar 2020 mit einem Volumen von rund 21,5 Euro fest.

„Kein Aprilscherz“

„Das ist kein Aprilscherz“, betonte Bürgermeister Heiko Stieringer, als er bekannt gab, dass in der Zeit vom 4. Mai bis zum 18. September die Stützmauer entlang der Bundesstraße 294 zwischen Ortsausgang Aral Tankstelle und Abzweigung Eyachtal saniert werden soll.

Frei an Festwochenenden?

Es werde abschnittsweise halbseitige Sperrungen mit Ampelregelung geben. Da könne man mit fünf Monaten Dauerstau in Höfen rechnen, klagte Stieringer. Er wolle versuchen, dass die Baustelle wenigstens an den Festwochenenden am 24. bis 26. Juli und 14. bis 16. August freigeräumt werde, damit die Besucher in Höfen staufrei einfahren könnten. Dies stehe übrigens auch so in der verkehrsrechtlichen Anordnung.

Wie Stieringer weiter bekannt gab, findet die nächste Sitzung des Gemeinderats am 4. Mai ab 18 Uhr statt und im Rahmen der Sitzung vom 18. Mai wird der Gemeinderat das Wasserwerk besichtigen. Treffpunkt ist um 18 Uhr bei der Grillhütte.