Um den Zeitplan zu retten, fangen die Arbeiter an der Landesstraße 415 zwischen Oberndorf und Lindenhof morgens oft früher an. Aber reicht das?
Der Sommer zeigt sich inzwischen wieder von seiner besseren Seite, doch in den vergangenen Wochen war auch in Oberndorf viel Regen angesagt. Mieses Wetter, auf das insbesondere Asphaltier- und Straßenbau-Unternehmen verzichten können.
Da stellt sich die Frage, ob das Auswirkungen auf die Arbeiten an der L 415 zwischen Oberndorf und Lindenhof hat. Denn oft heißt es vom Straßenbau bei Maßnahmen dieser Art: „Wir können den Zeitplan einhalten – wenn das Wetter mitspielt.“ Ist nun mit Verzögerungen zu rechnen?
Nach derzeitigem Stand kann das Ziel noch erreicht werden
Das verregnete Wetter machte es der Firma Strabag aus Freudenstadt nicht gerade leicht, wie Joachim Hilser vom Straßenbauamt Rottweil erklärt. An manchen Tagen mussten die Arbeiten aufgrund des Regens früher beendet werden. Im Gegenzug wurde am nächsten Tag früher angefangen oder später aufgehört. „Wir kamen noch mal richtig ins Schwitzen, ob das trotz des Regens auch rechtzeitig fertig wird.“
Die Strategie war erfolgreich, wie Hilser weiter erklärt. Der Zeitplan kann bisher eingehalten werden. Das Ziel, die Arbeiten Mitte September abzuschließen, wird nach derzeitigem Stand also erreicht.
Fast 9000 Autofahrer täglich werden umgeleitet
Vergangene Woche wurde ein Großteil der Asphaltarbeiten abgeschlossen. Im nächsten Schritt werden die Schutzplanken und die Fahrbahnmarkierungen angebracht. Sind diese Arbeiten erledigt, rückt die Firma Strabag noch mal an und erledigt die letzten Asphaltarbeiten in den Randbereichen der Landesstraße 415.
Der Baubereich ist etwa zwei Kilometer lang und erstreckt sich von der Wasserfallbrücke bis etwa 100 Meter vor der Einmündung der Ringstraße. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund bei 1,2 Millionen Euro.
Einige Fahrer nehmen eine unerlaubte Abkürzung
Rund 8900 Fahrer, die normalerweise täglich auf der Strecke unterwegs sind, müssen aufgrund der Bauarbeiten weite Umwege in Kauf nehmen. Der Auto- und Busverkehr wird über eine 15 Kilometer lange Strecke umgeleitet, Lastwagenfahrer müssen 20 Kilometer mehr fahren.
Die Strecke über den Stockbrunnen, die – so hört man – von einigen Autofahrern unerlaubter Weise genutzt wird, sei keine Alternative für eine Umleitung, erklärt Joachim Hilser weiter. Die Strecke sei nur für Anlieger frei und die Fahrbahn von der Tragfähigkeit nicht für die dadurch entstehende Auslastung ausgelegt.