Der Ausbau der L 401 ab der Karl-Müller-Brücke (links) bis zum Hotel Lamm in Mitteltal soll auch eine Aufwertung der Ortsdurchfahrt Mitteltal beinhalten. Foto: Monika Braun

Die Sanierung der L 401 geht weiter. Jetzt ist der Abschnitt zwischen Karl-Müller-Brücke und Hotel Lamm in Mitteltal dran. Auch die Ortseinfahrt wird umgestaltet.

Die Landesstraße 401 wird zwischen Karl-Müller-Brücke und Hotel Lamm in Mitteltal weiter saniert. Die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahndecke trägt das Regierungspräsidium Karlsruhe.

 

Im Zuge dessen will die Gemeinde die Ortseinfahrt von Mitteltal – aus Richtung Baiersbronn kommend – optisch aufwerten. Die Kosten für Fahrbahnteiler, Grünflächen und Parkplätze fallen in die Zuständigkeit der Kommune. Zudem sollen die Gehwege in Asphalt ausgeführt und die Fahrbahnhöhe angepasst werden.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Norbert Gaisser vom Ingenieurbüro Gaisser die geplante Maßnahme vor. Auf der gesamten Fläche seien Rundborde geplant. Im Bereich der Zufahrten soll es noch Abstimmungen mit den Anwohnern geben. „Wir planen, auch die Bushaltebuchten auf der Seite der Touristik zu vergrößern, da nur so eine Barrierefreiheit erreicht werden kann“, so Gaisser, „dies ist auf der anderen Seite im Bereich vom Hotel Lamm aus technischen Gründen nicht möglich.“

Größtes Projekt im Haushalt

„Wir werden seitens der Gemeinde rund 1,4 Millionen investieren, das ist das größte Projekt im Haushalt 2026“, ergänzte Bürgermeister Michael Ruf. Aktuell würden auch noch Fördermöglichkeiten geprüft.

Die Umleitung verlaufe über den Orspachweg und die Karl-Müller-Brücke. Wie die Verkehrsführung genau geregelt werde und ob unter Vollsperrung oder halbseitiger Sperrung mit Ampel gebaut werde, müsse noch mit der Baufirma und der zuständigen Verkehrsbehörde abgestimmt werden. „Wir werden dazu aber zeitnah noch Informationen rausgeben“, sagte Ruf.

Gemeinderat Dietmar Günter (CDU) schlug vor, die Kosten für die eingesparten Zufahrten und Parkplätze in neue Straßenlaternen zu investieren: „Wir haben die ältesten Straßenlaternen in der Gemeinde.“

Kritik an Radweg

„Ich bitte, weiterzugeben, dass das eine Planung von vorgestern ist. Der Radverkehr nimmt zu, und ein Radweg ist nicht eingeplant, vielmehr wird auf den bestehenden verwiesen, der parallel verläuft, das ist traurig“, sagte Ludwig Wäckers (BUB). Der parallel verlaufende Radweg sei nicht so nutzbar wie die Straße. Seiner Meinung nach würde dadurch die Unfallgefahr erhöht. Norbert Gaisser ergänzte, dass die Straßen- und Gehwegbreiten nicht für einen Radweg ausreichten.

Zur Frage von Gerhard Gaiser (SPD), ob nicht ein Rechtsanspruch auf Barrierefreiheit bei Bushaltestellen bestehe, erklärte Bürgermeister Ruf, dass die Bushaltestellen im Zuständigkeitsbereich der Kommune seien. Wenn es – wie im Bereich Lamm – technisch nicht möglich sei, müsse auch keine Barrierefreiheit umgesetzt werden. „Wenn wir es nicht umsetzen können, kann auch eine Klage nichts ändern“, so Ruf.

Unterbrechung im Winter

Lutz Hermann (FDP/UBL) fragte nach dem Zeitplan der Baumaßnahme und der Notwendigkeit, den Gehweg über die gesamte Länge auf beiden Seiten zu führen. „Wir planen mit zwei Jahren Bauzeit und einer festen Unterbrechung im Winter, in der dann die Straße wieder regulär befahrbar sein soll“, erklärte Bauamtsleiter Daniel Armbruster. Die Gehwege seien im Bereich der Bebauung beidseitig notwendig, eine Änderung im nicht bebauten Bereich sei aufgrund der Stützmauern nicht wirtschaftlich.

Christine Günter (FWV) sprach sich für eine Begrünung mit Bäumen aus, die mit Maß und Ziel erfolgen sollte – zu viele und große Bäume würden Probleme bei der Durchfahrt von Lastwagen verursachen. „Die Beschattung an Straßenflächen ist wichtig, aber wir stimmen das noch genau mit den Anwohnern ab“, sagte Armbruster.

Arbeiten werden ausgeschrieben

Bei zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat den Planungen für den Ausbau und die Sanierung der L 401 in dem Teilbereich zu. Die entsprechenden Arbeiten sollen ausgeschrieben werden.