Der letzte Abschnitt der Sanierung der B 462 in Baiersbronn bringt wieder enorme Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer und Anlieger mit sich.
In einer frühzeitigen öffentlichen Informationsveranstaltung am Montagabend in der Schwarzwaldhalle informierten die am Bau Beteiligten über den aktuellen Stand der Planungen und die weiteren Schritte. Das Interesse von Seiten der Bevölkerung war allerdings gering. Nur rund 40 Bürger waren gekommen – Bürgermeister Michael Ruf sprach von einem „eher spärlichen Besuch“.
„Nun geht es mit dem Ausbau der B 462 weiter – schon vor der Gartenschau war uns das klar“, sagte Ruf zu Beginn und kündigte an: „Der dritte Bauabschnitt wird nicht weniger problematisch werden, der Ausbau ist komplex.“
Luigi Tromba vom Baureferat 47.3 Süd des Regierungspräsidiums Karlsruhe stellte die Planungen vor und sprach von großen Herausforderungen wegen der engen Platzverhältnisse. „Wir brauchen alle etwas Kraft, um auch noch diesen Bauabschnitt durchzustehen, dafür bitte ich alle um Mitarbeit und Verständnis“, so Tromba.
Er blickte auf die beiden letzten Bauabschnitte zurück. Der Ausbau der B 462 startete bereits im Jahr 2022. Geplant sei es, den dritten Abschnitt, der eine Strecke von rund 300 Metern umfasst, im April 2026 zu beginnen und im April 2027 zu beenden.
Vom Boxenstopp bis zur Haltestelle Friedrichstal sind umfangreiche Arbeiten geplant. Neben dem Straßenvollausbau werden demnach zahlreiche Stützwände erneuert, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) will die Signal- und Schrankentechnik sanieren, die Gemeinde wird im Zuge dessen den Schmutzwasserkanal neu verlegen.
Verantwortliche zeigen sich „lernfähig“
„Das heikelste Thema ist das Bauwerk entlang der Bahn. Aufgrund der engen Verhältnisse ist arbeitsschutzrechtlich nur eine Vollsperrung möglich. Die Umleitungsstrecken werden dieselben sein wie schon bei den vergangenen Bauabschnitten“, sagte Tromba.
Da man aber lernfähig sei, soll diesmal eine Ampelregelung in Klosterreichenbach für mehr Entzerrung sorgen und große Rückstaus zu den Stoßzeiten auf der L 409 aus Richtung „Bengelbruck“ möglichst verhindern. „Aktuell wird das noch genau geplant, wir erhoffen uns davon eine große Verbesserung. Ein Kreisverkehr ist aufgrund der vorhandenen Verkehrsinseln nicht möglich.“
Während die außerörtliche Umleitung wieder über Klosterreichenbach laufe, werde innerörtlich wieder über den Uferweg und die Strecke am Steigle umgeleitet.
Tromba kündigte bereits jetzt zwei Wochenenden an, an denen auch die S-Bahn wegen der Bahnarbeiten nicht fahren werde – die ersten beiden Wochenenden im August.
„Wir planen, die Straße im Dezember wieder zu öffnen und die Restarbeiten, die noch rund vier bis sechs Wochen dauern, im März und April 2027 vorzunehmen“, sagte Tromba.
Stefan Hähnle vom Ingenieurbüro Kirn ging auf die technischen Details ein und stellte die Baumaßnahme in fünf Bauabschnitten vor. Die Sanierung der Mauern werde in der gleichen Weise und Optik ausgeführt wie die bisherigen Sanierungen entlang der B 462.
„Wir haben viel Hirnschmalz reingesteckt, um allen Belangen irgendwie gerecht zu werden. Es war eine Mammutaufgabe, wir werden aber sicher noch einige Anpassungen vornehmen müssen“, machte Bauleiter Tromba deutlich. Wenn die Baufirmen bekannt seien, würden auch die Details abgesprochen. Der Vertreter des Regierungspräsidiums bat auch für den dritten Bauabschnitt um ein gutes Miteinander, wie in der Vergangenheit.