Beim Infoabend zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Friedrichstal in der Schwarzwaldhalle in Baiersbronn standen in der Fragerunde die Umleitungsstrecken im Zentrum.
Ein Bürger wollte wissen, ob die Zufahrt zu den Privatgrundstücken immer gewährleistet sei und ob es einen entsprechenden Informationsfluss gebe. „Bisher waren wir immer im guten Austausch mit den Anwohnern, dies wird auch dieses Mal der Fall sein. Wir bemühen uns immer, eine Lösung zu finden. Wichtig ist eine gute Kommunikation“, antwortete Bauleiter Luigi Tromba vom Regierungspräsidium Karlsruhe.
Der Bezirksbeiratsvorsitzende von Friedrichstal, Christoph Jäger, fragte, ob der Gehweg wegfällt. „Ja den Gehweg auf der Bahnseite wird es nicht mehr geben“, bestätigte Tromba. „Allerdings war es bisher auch kein Gehweg, sondern ein Schutzstreifen, der richtige Gehweg wird auf der Häuserseite geführt.“
Zu einer weiteren Frage erklärte er, dass bisher noch keine Ausschreibungen erfolgt seien. Dies soll nächste Woche passieren, um dann eine ausführende Baufirma zu bekommen.
„Ich finde die Zeit für die Ausschreibung sehr eng, da bekommt man doch nicht die wirtschaftlichste, sondern die Firma, die überhaupt Zeit hat“, hieß es daraufhin aus dem Publikum. „Bisher war das kein Problem“, so Tromba. „Wir haben bisher rund 16,5 Millionen Euro in den letzten Jahren hier in Baiersbronn investiert. Ich sehe da zeitlich überhaupt kein Problem und bin sicher, dass wir wie geplant anfangen werden.“ Für den dritten Bauabschnitt sei eine Summe von rund drei Millionen Euro veranschlagt, daher müsse auch nicht europaweit ausgeschrieben werden.
Weiter wurden Kontrollen und Geschwindigkeitsbegrenzungen angeregt, um die Gefahren und den Verkehr auf der innerörtlichen Umleitungsstrecke durch Friedrichstal zu begrenzen. „Wir werden wieder die Geschwindigkeit kontrollieren, und die Polizei wird auch anhalten – das dürfen wir nicht“, kündigte Ordnungsamtsleiter Marko Burkhardt an. Bürgermeister Michael Ruf appellierte an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer.
Sondergenehmigung für Firmen?
Ein Unternehmer sprach den erhöhten Zeitaufwand für die örtlichen Firmen an. „Ist es nicht möglich, für ansässige Unternehmen eine Sondergenehmigung für den Schwerlastverkehr auszustellen, dass diese die Umleitungsstrecke, die ja sonst ab 3,5 Tonnen gesperrt ist, nutzen dürfen?“, fragte er. Zuletzt habe der Müllentsorger Remondis eine Ausnahmegenehmigung erhalten, es müsse gleiches Recht für alle gelten. „In der Praxis ist die Umsetzung schwer, aber wir werden es mitnehmen“, sagte Tromba.
„Mir ist die Dauer der Baustelle für nur 300 Meter rätselhaft – ist überhaupt so kurzfristig alles lieferbar?“, lautete eine weitere Frage. Tromba ging nochmals auf die Komplexität des Projekts ein und bestätigte, dass wichtige Bauteile, insbesondere für die Bahnstrecke, bereits bestellt wurden. „Alles ist in trockenen Tüchern, die Firmen sind vorbereitet.“