Rückstau in Klosterreichenbach im August 2023 wegen der Umleitung. Wird es solche Bilder nächstes Jahr wieder geben? (Archivfoto) Foto: Finkbeiner

Die Bundesstraße 462 ist in Friedrichstal noch nicht fertig saniert. Der Abschnitt zwischen den Bahnübergängen ist 2026 dran – und wieder mit einer Vollsperrung verbunden.

Von der mobilen Saftpresse über das Fahrradparkhaus bis zu neuen Straßenbauarbeiten reichten in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Fragen der Ratsmitglieder an die Baiersbronner Gemeindeverwaltung.

 

Manuel Kalmbach (CDU) erkundigte sich nach den Umsatzzahlen des neuen Fahrradparkhauses und danach, wie es angenommen wurde. „Wir haben noch keine Zahlen, reichen diese aber nach“, antwortete Bürgermeister Michael Ruf. Ingo Christein (CDU) schlug in diesem Zusammenhang eine bessere Beschilderung vor – das Parkhaus sei nur schwer wahrzunehmen.

Zu einer weiteren Frage Kalmbachs erklärte Ruf, dass die Vergabe der Flächen des geplanten Gartendorfs in Form eines Konzeptvergabeverfahrens geplant sei. Aktuell werde ein solches für das Baugebiet Sonnenheim in Obertal ausgearbeitet und solle dann auch für das Gartendorf angewendet werden.

Das neue Fahrradparkhaus sollte besser beschildert werden, so ein Vorschlag aus dem Gemeinderat. Foto: Monika Braun

Nach dem Erfolg der Baiersbronner Saftpresse hatte sich Kalmbach ebenfalls erkundigt. Hier konnte der Bürgermeister mit stolzen Zahlen aufwarten. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem rund 9000 Liter Saft gepresst worden waren, wurde die Menge in diesem Jahr mit rund 25 000 Litern fast verdreifacht.

Ingo Christein fragte, ob sich die zweite Stelle im gemeindlichen Vollzugsdienst finanziell gelohnt habe und ob man mit der Stelle weiter plane. „Die Einnahmen wurden übertroffen“, sagte Bürgermeister Ruf. „Es gab viel Ärger mit den Bußgeldern rund um die Gartenschau, das hätten wir uns gerne erspart.“ Kein Strafzettel sei zu Unrecht verhängt worden. Aktuell werde intern besprochen, wie es mit der Stelle weitergehen soll.

Noch kein Zeitplan für L 401

Jochen Frey (CDU) fragte, was mit der Parkfläche Aue passiere. „Der Bebauungsplan läuft, und auch die Container werden zurückgebaut, möglicherweise könnte auch nochmals Erdaushub dort gelagert werden“, erklärte Ruf.

Dietmar Günter (CDU) fragte, ob der Ausbau der L 401 im kommenden Jahr weitergehe. „Es laufen Gespräche, aber es gibt keinen konkreten Zeitplan“, so Ruf.

Behelfskreisverkehr in Klosterreichenbach?

Es werde aber 2026 eine erneute Vollsperrung in Friedrichstal geben, um den Ausbau zwischen Bahnübergang und Boxenstopp zu erledigen, der wegen der Gartenschau verschoben wurde. Man gehe hier von einer Vollsperrung von einem Jahr und einer entsprechenden Umleitung aus. „Es laufen gerade Gespräche über einen Behelfskreisverkehr in Klosterreichenbach, hier hat es während der letzten Vollsperrung immer wieder Rückstaus gegeben“, erinnerte Ruf.

Zu einer Frage von Gerhard Gaiser (SPD) erklärte Thorsten Wurster von den Gemeindewerken, dass die Arbeiten am Rauhfelsen langsam vorangingen. Es habe Probleme gegeben, daher könne auch kein Fertigstellungstermin genannt werden.

Kreisel in Baiersbronn dauert noch

Die allseits beliebte Frage zum geplanten Kreisverkehr am Bahnhof in Baiersbronn kam dieses Mal von Ludwig Wäckers (BUB). „Durch die Gartenschau wurden die Planungen etwas verschoben“, sagte Ruf. „Nun laufen sie wieder, so dass wir in das Planfeststellungsverfahren gehen können. Aber es wird noch eine Weile dauern.“

Udo Keck (FWV) erkundigte sich nach der großen Zisterne unter dem Baiersbronner Feuerwehrgerätehaus und danach, wie diese genutzt werde. Da die Gemeindeverwaltung von dieser Zisterne kaum Kenntnis hatte, erklärte Bauamtsleiter Daniel Armbruster, sich über eine mögliche Nutzung Gedanken zu machen.

Zaun auf Schelklewiese kommt weg

Karlheinz Nestle (FWV) sprach sich für den Erhalt des Zauns um die Schelklewiese und für eine Erweiterung desselben um den neuen Spielplatz aus. Bauamtsleiter Armbruster erklärte, dass eine dauerhafte Zaunanlage baurechtlich nicht zulässig sei.

Eckard Wahr, Ortsvorsteher von Huzenbach, fragte nach dem Stand der Bauarbeiten im Baugebiet Hahnbergweg. „Wir planen mit der Ausschreibung im November, so dass es zur Bauausführung im Frühjahr 2026 kommen könnte“, antwortet Daniel Armbruster.