Seit Juli 2022 wurde die Nusplinger Ortsdurchfahrt saniert – das Bild zeigt den Baustart. Nun ist die Landesstraße 433 wieder befahrbar. Foto: Volkmar Hoffmann

Seit Donnerstag ist die Nusplinger Ortsdurchfahrt für den Verkehr wieder freigegeben.

Was lange währt, wird vor Jahresende 2023 endlich gut: Die Ortsdurchfahrt Nusplingen ist wieder befahrbar. Das Hauptstraßenkreuz soll im Juni und Juli ausgebaut werden.

 

Am Dienstag, 12. Dezember, wurde der Zustand des zweiten Bauabschnittes geprüft und dokumentiert: „Die Arbeiten von der Höhe Metzgerei Mauch bis zum südlichen Ortsende sind komplett abgeschlossen. Straße und Gehwege sind uneingeschränkt nutzbar. Seit Donnerstag, 14. Dezember, ist auch die gesamte Umleitungsbeschilderung abgebaut“, sagt Bürgermeister Jörg Alisch. Den Zustands festgestellt hat die Gemeinde zusammen mit der Straßenmeisterei Lautlingen und dem Regierungspräsidium Tübingen.

Im Sommer wird noch einmal umgeleitet

Die förmliche Abnahme der Baumaßnahme folgt im Sommer 2024 mit dem Abschluss der Arbeiten im dritten Baubereich, dem Hauptstraßenkreuz. Dieser Bereich vor dem Marktplatz wird im Juni und Juli ausgebaut; dafür muss für etwa sechs Wochen abermals eine überörtliche Umleitung ausgeschildert werden. Diese Umleitung wurde mit den Nachbarlandkreisen bereits im Herbst abgestimmt, so Alisch.

Ein kurzer Überblick über die Sanierung der Nusplinger Ortsdurchfahrt

Etwa 2,6 Millionen Euro kostete die Gemeinde Nusplingen die Sanierung des ersten Bauabschnitts, 1,1 Millionen trug das Land Baden-Württemberg; rund 3,9 Millionen Euro waren für den zweiten Abschnitt veranschlagt, der sich vom Marktplatz bis zur Kläranlage am südlichen Ortsende zog – und den der Bürgermeister als „eine der größten Tiefbaumaßnahmen im Zollernalbkreis“ bezeichnete.

Im selben Zug hatte die Gemeinde veraltete Rohre und Wasserleitungen erneuern lassen und den Glasfaserausbau vorangetrieben.

Mehrere Hindernisse galt es bei der Sanierung zu meistern

Während der Sanierung galt es immer wieder, Hindernisse zu überwinden: In der Januar-Sitzung 2022 erfuhr der Gemeinderat, dass der Asphalt mit Teer belastet sei und kostspielig als Sondermüll entsorgt werden müsse. Ferner hat sich der Beginn der Sanierung verzögert: Grund war die damalige Sanierung der Kreisstraße 7172 zwischen Oberdigisheim und Obernheim; da sie Teil der Umleitungsstrecke war, musste diese Maßnahme vorab abgeschlossen werden.

Die Altlasten-Kosten trägt das Land

Coronavirus-Pandemie und Materialknappheit zogen die Bauarbeiten zusätzlich in die Länge – sehr zum Ärger mancher Unternehmer, die geschäftlich darunter litten. Zudem war lange Zeit unklar, in welchem Umfang das Land Baden-Württemberg sich an den Sanierungsarbeiten beteiligen würde. Schlussendlich kam die Zusage des Landes, den Vollausbau im gesamten ersten Abschnitt zu übernehmen – inklusive die Altlasten-Sanierung des teerverseuchten Untergrundes. Die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen hingegen hatte die Gemeinde zu tragen.